Schadensersatz-Forderung
Weiße Frau mit schwarzem Baby scheitert mit Klage gegen Samenbank

Eine weiße Amerikanerin, die irrtümlich mit Samen eines Schwarzen befruchtet wurde, ist mit ihrer Klage gegen die Samenbank gescheitert. Die Frau brachte ein dunkelhäutiges Mädchen zur Welt und forderte Schadensersatz.

ChicagoIrrtümlich wurde eine weiße Amerikanerin mit Samen eines Schwarzen befruchtet. Nun ist sie mit ihrer Klage gegen die Samenbank vorerst gescheitert. Wie die „Washington Post“ am Wochenende berichtete, brachte die Frau ein dunkelhäutiges Mädchen zur Welt, die mittlerweile dreijährige Payton. Die Mutter lastete der Samenbank unter anderem eine „Garantie-Verletzung“ an und forderte 50 000 Dollar Schadensersatz.

Der zuständige Richter im Bezirk DuPage (Bundesstaat Illinois) wies den Vorstoß der Zeitung zufolge am Donnerstag zurück. Die Frau kann aber ihre Klage umformulieren und versuchen, die Samenbank nunmehr wegen Fahrlässigkeit zu belangen.

Die Klägerin stellte nach Medienberichten klar, dass sie ihre Tochter sehr liebe. In ihrer Klage hob sie darauf ab, dass der Fehler ihr und ihrer Partnerin Stress und Schmerz zugefügt habe. Zudem seien medizinische Kosten entstanden. Sie sei nicht darauf vorbereitet gewesen, ein afroamerikanisches Kind großzuziehen. Auch sei es möglich, dass die Gemeinde, in der sie lebe, ein Kind andersartiger ethnischer Abstammung nicht akzeptieren werde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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