Schäden durch umgestürzte Bäume
Sturm fegt über Norddeutschland hinweg

Ein Sturmtief mit zum Teil orkanartigen Böen und heftigem Regen hat Norddeutschland am Dienstagabend heimgesucht. Bei einer Fährfahrt nach Bremerhaven wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden. 440 Urlauber sitzen noch auf Helgoland fest.

HB HAMBURG. Teilweise mussten am Mittwoch Fährverbindungen zu Inseln in der Nord- und Ostsee eingestellt und Bahnstrecken wegen umgestürzter Bäume gesperrt worden, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Haushalte blieben ohne Strom. Besonders betroffen waren Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Auch am Donnerstag soll es im Norden kühl und windig bleiben.

Vor allem in der Nacht zum Mittwoch wurden Bäume umgeknickt, Straßenschilder weggeweht und Autos von Ästen und umherfliegenden Gegenständen beschädigt. Vielerorts wurden die Menschen aus dem Schlaf gerissen. Die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz. Zahlreiche mussten Straßen von Wasser befreit und Keller ausgepumpt werden.

Auf der Fahrt von Helgoland nach Bremerhaven geriet bereits am Dienstagnachmittag ein Schiff mit 275 Passagieren an Bord in schwere See, wie die Polizei mitteilte. Dabei seien zwei Fahrgäste gestürzt und hätten sich Platzwunden am Kopf zugezogen. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das Schiff wurde leicht beschädigt.

Auf Helgoland sitzen unterdessen rund 440 Urlauber seit Dienstagabend fest. Wegen der rauen See konnten keine Schiffe fahren. Auch am Mittwoch sollte der Fährverkehr eingestellt bleiben, wie die Gemeinde mitteilte. Die Bahnstrecken von Hamburg nach Sylt sowie von Lübeck nach Travemünde wurden ebenfalls unterbrochen. Die gestrandeten Urlauber wurden in der Jugendherberge, in Schulen, Marine-Unterkünften und Feuerwehrräumen untergebracht, sagte ein Polizeisprecher. "Die Insel ist ja bereits voller Urlauber."

In Hamburg wurde die Feuerwehr bis zum Mittwochmorgen zu rund 230 Einsätzen gerufen. Wegen eines umgestürzten Baumes musste eine S-Bahn-Line für eine halbe Stunde gesperrt werden. Zahlreiche Keller und Straßen standen unter Wasser. Auch der historische Fischmarkt wurde leicht überspült. Im früheren Künstlerdorf Worpswede bei Bremen stürzte ein Baum auf das Museum am Modersohn-Haus, in dem die Malerin Paula Modersohn-Becker lebte und 1907 starb. Es entstand Sachschaden.

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