Schäden in Milliardenhöhe
Nachbeben erschüttern Neuseelands Süden

Trotz zahlreicher Nachbeben gehen die Aufräumarbeiten nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland weiter. Ersten Schätzungen zufolge liegen die Kosten der Katastrophe im Milliardenbereich. Dass es keine Toten gegeben hat, bezeichnen Experten als ein Wunder.
  • 0

CHRISTCHURCH. Nach den schweren Erdstößen ist der Süden Neuseelands am Sonntag von mehr als 60 Nachbeben erschüttert worden. Unterdessen gingen die Aufräumarbeiten in der von den Beben am stärksten betroffenen Stadt Christchurch weiter. In der größten Stadt der Südinsel wurden mindestens 500 Gebäude so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen. Ministerpräsident John Key schätzte die Schäden auf umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro.

Durch das Erdbeben der Stärke 7,1 am Samstagmorgen um 04.35 Uhr Ortszeit (Freitag 18.35 Uhr MESZ) wurden zwei Menschen schwer verletzt. Das Strom- und Mobilfunknetz brach zusammen, Straßen wurden blockiert, die Gas- und Wasserversorgung wurde unterbrochen.

Nach dem Ausfall habe 90 Prozent von Christchurch am Sonntag wieder Strom, sagte Bürgermeister Bob Parker. Die Wasserversorgung für rund 80 Prozent der 400 000 Einwohner konnte ebenfalls wieder hergestellt werden. Mobile Toiletten und Wassertanks seien in der Stadt aufgestellt worden.

Es werde noch eine Weile dauern, bis die Grundversorgung wie beispielsweise auch der Anschluss an die Kanalisation vollständig wieder hergestellt sei, sagte Parker. „Die Menschen haben oberste Priorität, das ist unsere Hauptsorge.“

Rund 90 Polizisten seien zur Verstärkung nach Christchurch geflogen worden, sagte Parker. Soldaten sollten ihm zufolge voraussichtlich ab Montag bei den Aufräumarbeiten helfen. Die Schulen in der Region bleiben laut Behörden bis Mitte der Woche geschlossen. Den Angaben zufolge muss zunächst sichergestellt werden, dass die Gebäude nicht einsturzgefährdet sind. Die Innenstadt blieb für die Öffentlichkeit mit Ausnahme der Anwohner bis Montag gesperrt.

Carter sprach von einem „absoluten Wunder“, dass niemand bei den Beben umgekommen sei. „Ich denke, wir als Nation können uns glücklich schätzen, dass es keine Todesopfer gab,“ sagte er. Auch die Uhrzeit des Hauptbebens habe eine Rolle gespielt. Wäre das Erdbeben fünf Stunden früher oder später passiert, hätte man weitaus mehr Todesopfer zu beklagen gehabt, sagte Carter. Die Schäden seien allerdings erheblich.

Seite 1:

Nachbeben erschüttern Neuseelands Süden

Seite 2:

Kommentare zu " Schäden in Milliardenhöhe: Nachbeben erschüttern Neuseelands Süden"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%