Schäden nicht immer gedeckt
Klimawandel lässt es blitzen

Der Klimawandel ist gefährlicher als gedacht. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft steige mit der Klimaveränderungen auch die Häufigkeit von Blitzeinschlägen in Deutschland. Und die sind nicht in jedem Fall von der Versicherung gedeckt.

HB BERLIN. Die Einschätzung zur Blitzhäufigkeit gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag in Berlin ab. Insgesamt verursachten Blitzeinschläge 2006 den Angaben zufolge einen Schaden von 240 Mil. Euro, in den letzten fünf Jahren sogar von rund 1 Mrd. Euro.

Seit 2004 stieg die Blitzhäufigkeit von 1,6 auf knapp 2,5 Mil. im vergangenen Jahr an, wie es hieß. Allein im ersten Halbjahr 2007 seien bereits rund 1,5 Mil. Blitze registriert worden und damit fast drei Mal so viel wie im selben Zeitraum 2004.

Versicherte müssen damit rechnen, dass ihnen künftig Schäden nur noch ersetzt werden, wenn sie nicht mehr als drei Kilometer vom Blitzeinschlag entfernt wohnen. Bei größeren Entfernungen sei ein Schaden an elektronischen Geräten „in höchstem Maße unwahrscheinlich“, sagte GDV-Mitarbeiter Klaus Ross. Dies habe eine vom GDV bei der Fachhochschule Aachen in Auftrag gegebene Studie ergeben. An diesen Ergebnissen könnten sich die Versicherungen in ihren Hausratspolicen orientieren. Ob sie sie tatsächlich übernähmen, liege aber in ihren eigenem Ermessen. Ziel sei es, dass Überspannungsschäden versicherbar bleiben müssten.

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