Schädliche Strahlung aus dem All
Ozonloch kann 2003 Rekordgröße erreichen

Das Ozonloch über der Antarktis könnte in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert anwachsen. „Das Wachstum ist im Moment gleich dem im Jahr 2000, als das Loch eine Rekordgröße hatte“, sagte der Wissenschaftler Andrew Klekociuk der Australian Antarctic Devision (AAD) am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Reuters SYDNEY. Im Jahr 2000 hatte die US-Raumfahrtbehörde mitgeteilt, das Ozonloch sei auf 28,3 Millionen Quadratkilometer angewachsen und damit drei Mal so groß wie Australien. Die Ozonschicht schützt die Erde vor allem vor der schädlichen ultravioletten Strahlung aus dem All. Diese kann beim Menschen Hautkrebs oder Grauen Star verursachen und auch das Leben im Meer schädigen.

In einer Studie mehrerer australischer Antarktis-Stationen heißt es, das Wachstum sei auf die kälteren Temperaturen in der Stratosphäre zurückzuführen, in der sich das Ozonloch bildet. „Das stellt einen Gegensatz zu der Situation 2002 dar, als ungewöhnlich warme Temperaturen zu dem kleinsten Ozonloch seit 1988 führten“, sagte der Forscher Klekociuk weiter.

1997 wurde das Kyoto-Protokoll verabschiedet, das eine Verringerung von Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen zum Ziel hat, die zu einer Vergrößerung des Ozonlochs führen. Mit der Verminderung soll die globale Klimaerwärmung bekämpft werden. Die USA, in denen weltweit die meisten Treibhausgase ausgestoßen werden, sind gegen die Ratifizierung des Protokolls. Es tritt erst in Kraft, wenn es von 55 Staaten ratifiziert worden ist, die 1990 für mindestens 55 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich waren.

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