Schanghai
Brand in Transrapid

Die deutsche Magnetschnellbahn Transrapid in Schanghai hat am Freitag Feuer gefangen. Nachdem es widersprüchliche Angaben über Opfer gegeben hatte, dementierte die Stadtregierung jegliche Berichte über Verletzte, oder gar Tote.

HB SCHANGHAI. Ein Sprecher der Stadtregierung stellt aber klar, dass es keine Opfer gegeben habe. „Niemand wurde verletzt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Unglück passierte nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua, als der Transrapid gerade die Station Longyang am Stadtrand in Richtung Flughafen verlassen habe. Nach 500 Metern sei der Zug sofort gestoppt. Der Rauch habe sich im zweiten Waggon entwickelt. Die Feuerwehr eilte herbei, löschte den Brand und brachte die Passagiere in Sicherheit. Einen Brandanschlag schloss der Sprecher der Stadtregierung aus. „Vielleicht war es ein technisches Problem.“

Zuvor hatte es anderslautende Berichte gegeben. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete das verrmutlich auch Menschen zu Schaden gekommen. „Die Opfer werden gezählt“, schrieb Xinhua.

Laut den Aussagen von Augenzeugen hingegen, seien die Passagiere von Feuerwehrleuten aus der von Siemens und ThyssenKrupp gebauten Magnetschwebebahn in Sicherheit gebracht worden. Es habe keine Verletzten gegeben, sagten die Zeugen weiter. Das kleine Feuer sei kurz nach dem Verlassen des Flughafens ausgebrochen. Der Rauch habe sich im zweiten Waggon entwickelt. Die Feuerwehr sei herbeigeeilt und habe die Passagiere in Sicherheit gebracht.

Beim Betreiber der weltweit ersten kommerziellen Strecke des Transrapids über 30 Kilometer zum internationalen Flughafen Pudong war niemand zu erreichen. Auch Xinhua nannte keine Einzelheiten. Ein Sprecher des Transrapid-Konsortiums bestätigte, dass es zu einer Rauchentwicklung im Zug gekommen sei. Eine Evakuierung habe es aber nicht gegeben. An einer Station seien die Fahrgäste regulär ausgestiegen und danach sei der Hochgeschwindigkeitszug zur Wartung gefahren. Die Betreibergesellschaft prüfe derzeit, wie es zu der Entwicklung gekommen sei. Inzwischen laufe der Betrieb auf einer der beiden Strecken wieder.

China hatte mit Beginn des Jahres 2003 als erstes Land weltweit eine kommerzielle Strecke von rund 30 Kilometern Länge zwischen dem Wirtschaftszentrum und dem Flughafen in Betrieb genommen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern in der Stunde erreicht der Zug sein Ziel in acht Minuten. Seitdem sind mit der Schwebebahn mehr als sechs Millionen Menschen gefahren. Das Projekt kostete rund 1,2 Milliarden Euro. Geplant ist eine Verlängerung um 160 Kilometer bis nach Hangzhou.

Die Verbindung war am 31. Dezember 2002 mit der Jungfernfahrt im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder eröffnet worden. Die laufenden Verhandlungen über eine geplante Verlängerung der Strecke über 170 Kilometer zum Gelände der Weltausstellung und bis in die Nachbarstadt Hangzhou sind derzeit festgefahren.

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