Schauspieler will nach München ziehen
Mario Adorf hat Heimweh

Er ist einer der ganz Großen des deutschen Film und Fernsehens und einer der wenigen Deutschen, die sich auch international einen Namen gemacht haben. Jetzt will der in Rom lebende Mario Adorf nach München ziehen.

HB HAMBURG. „Ich habe Heimweh und im nächsten Jahr sowieso viel in München zu tun. In die Stadt war ich immer verliebt“, sagte Adorf, der derzeit mit seiner Frau Monique in Rom lebt, der „Bild“-Zeitung. In München hatte die Karriere des Film-, Theater- und Fernsehstars begonnen, in den 50er Jahren besuchte er dort die Schauspielschule und gehörte dann mehrere Jahre dem Ensemble der Kammerspiele München an.

Der 1930 als nichtehelicher Sohn einer Röntgenassistentin in Zürich geborene Mario Adorf wuchs in der Eifel auf. Seinen Vater, einen süditalienischen Arzt, lernte Mario Adorf erst als Erwachsener kennen. Von ihm erbte er das südländische Äußere, dem er auch seine ersten Hollywoodrollen verdankte.

Mario Adorf erlebte in den letzten Jahren noch einmal einen Karriereschub durch große Rollen in Fernseh-Filmen von Dieter Wedel: „Der große Bellheim“ und „Der Schattenmann“ und in „Rossini“ von Helmut Dietl. Außerdem machte er sich als Erzähler einen Namen. Seit 1992 veröffentlichte Mario Adorf mehrere Bücher mit Geschichten und in diesem Frühjahr seine, wie er sie nennt, unordentlichen Erinnerungen: Himmel und Erde.

Der 73-Jährige zeigte sich in dem Interview auch als pflichtbewusster Bürger, den die deutschen Steuern nicht schrecken: „Ich habe nach wie vor meinen deutschen Pass. Wenn ich den Schutz und die Vorteile Deutschlands in Anspruch nehme, muss ich auch hier meine Pflicht erfüllen. Es gibt genug Steuersünder. Da will ich mich nicht einreihen.“

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