Schauspielerin Martina Gedeck
Das Chamäleon

Schlüpft Martina Gedeck in eine Rolle, dann tritt ihre eigene Persönlichkeit zurück hinter die Person, die sie darstellt, verschmilzt mit ihr, gibt ihr ein eigenes Leben.

BERLIN. Heute spielt sie Dame: Ein petrolfarben schimmerndes Kostüm, die dunkelbraunen Haare in einer anmutigen Welle um das Gesicht geföhnt, leichter Lidschatten.

Als sie sich setzt, bittet sie den Kellner um Feuer. Raucht sie? „Nein, ich möchte nur die Kerze anzünden.“ Und so flackert wenigstens ein kleines Licht an diesem trüben, grauen und verregneten Berliner März-Tag.

Martina Gedeck wohnt in Berlin – schon seit ihrem siebten Lebensjahr. Und immer ist sie froh, wenn sie – wie letztes Jahr – vorwiegend in Berlin drehen kann.

Denn Martina Gedeck ist fleißig: Drei deutsche Produktionen im Jahre 2005 und zwei internationale: „L’ami parfait“ (Der perfekte Freund) von Francis Girod. Und „The Good Shepherd“ (Der gute Hirte) unter der Regie von Robert de Niro. „Ein ganz herausragendes Erlebnis“, urteilt sie über diese Arbeit.

„De Niro ist eine beeindruckende Persönlichkeit, ein Riesenschauspieler, der ein solch großes Werk geschaffen hat! Und der bei der Arbeit dennoch so bescheiden ist, voller Aufmerksamkeit für die Menschen und die Dinge um ihn herum. Und auch voller Freude und Euphorie, wenn eine Szene gut gelaufen ist.“

Klar war sie nervös, nicht nur beim ersten Treffen. „So ganz hat sich das nie gelegt. Aber das ging allen am Set so, es herrschte einfach eine andere Intensität, ein anderer Adrenalinpegel, wenn er da war.“

Geboren wurde Martina Gedeck in München. 1977/78 ging sie als Austauschschülerin nach New Jersey, spielte dort im Schultheater. „Klick“ machte es da aber noch nicht.

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