
HB LUANDA. Kurz vor Beginn der Fußball-Afrikameisterschaft sind bei einem Überfall auf den Bus der togoischen Nationalmannschaft mehrere Spieler verletzt worden. Der Mannschaftsbus wurde in Angola von mehreren Angreifern mit Maschinengewehren beschossen, wie der Sender Radio Monte Carlo unter Berufung auf Spieler berichtete. Ob der bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stehende Ergänzungsspieler Assimiou Toure zu den Verletzten zählte, war zunächst unklar.
Aus Kreisen des togoischen Fußballverbands hieß es, mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Spieler. Zu dem Anschlag bekannte sich die angolanische Separatistenorganisation FLEC, wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa meldete. Sie habe eine entsprechende Erklärung der Gruppe erhalten.
Auch zwei Mannschaftsärzte, ein Fahrer sowie ein mit dem Team reisender Journalist seien verletzt worden, sagte der Vizepräsident des togoischen Fußballverbands, Gabriel Ameyi, der Nachrichtenagentur AP in Lome. Radio Monte Carlo sprach von drei Schwerverletzten. In anderen Berichten hieß es, der Busfahrer sei getötet worden. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus nach Cabinda gebracht.
„Wir sind wie Hunde niedergeschossen worden“, sagte Mannschaftsmitglied Thomas Dossevi laut Radio Monte Carlo. „Sie (die Täter) waren bis an die Zähne bewaffnet. Wir haben 20 Minuten unter den Sitzen des Busses verbracht.“ Die Mannschaft des westafrikanischen Landes kam von einem Trainingslager im benachbarten Kongo, wo sie sich auf den Afrika-Cup vorbereitete. Togo soll dabei am Montag gegen Ghana antreten. Das Turnier, an dem 16 Mannschaften teilnehmen, beginnt am Sonntag. Es soll trotz des Anschlags stattfinden, wie ein führendes Mitglied des Organisationskomitees mitteilte.
Verängstigte togolesische Spieler forderten nach dem Vorfall die Absage des Turniers, das vom 10. bis 31. Januar in Angola stattfindet. Togos Auftaktspiel in der Gruppe B in der Provinzhauptstadt Cabinda ist für Montag gegen den deutschen WM-Gruppengegner Ghana angesetzt.