Schiff wurde in ein Dock geschleppt: Taucher suchen Tote im Wrack der "Rocknes"

Schiff wurde in ein Dock geschleppt
Taucher suchen Tote im Wrack der "Rocknes"

Zwei Wochen nach dem Kentern des Frachters suchen norwegische Taucher seit Montag im Wrack nach den 13 vermissten Seeleuten. Warum das Schiff innerhalb von Sekunden kennterte, bleibt ungewiss.

HB BERGEN. Wie die Einsatzleitung mitteilte, hatten Spezialisten zuvor zwölf Meter unter der Wasseroberfläche ein 90 mal 50 Zentimeter großes Loch in die Außenwand des 166 Meters langen Schiffes geschweißt. Durch diese Öffnung sollten die Toten an die Wasseroberfläche gebracht werden.

Das mit Steinen beladene Schiff war vor zwei Wochen bei einer Fahrt zum deutschen Nordseehafen Emden kurz nach dem Ablegen in Bergen innerhalb kürzester Zeit gekentert. Von 29 Besatzungsmitgliedern überlebten acht Philippinos und drei Niederländer sowie ein norwegischer Lotse das Unglück. Unter den Toten war neben dem ebenfalls norwegischen Kapitän und 16 Philippinischen Seeleuten auch ein 51 Jahre alter deutscher Schiffsoffizier. Fünf Leichen wurden nach dem Unglück geborgen.

Die erst vor drei Jahren auf der Hamburger Sietas-Werft vom Stapel gelaufene „Rocknes“ hatte vor dem Kentern Grundberührung gehabt. Bei der Seegerichtsverhandlung sagte der Lotse, das habe an mangelhafter Aktualisierung der behördlichen Seekarten gelegen. Vertreter des Schifffahrtsamtes erklärten, der Frachter habe rote Begrenzungsbojen missachtet. Warum das Schiff in weniger als einer Minute kenterte, gilt als ungeklärt. Das Wrack wurde in ein Dock geschleppt.

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