Schiffsunglück vor Indonesien
Hunderte Tote befürchtet

Ein Schiffsunglück im Sturm vor der Küste der indonesischen Insel Borneo hat möglicherweise mehreren hundert Menschen das Leben gekostet. Bis zu 850 Passagiere könnten an Bord der Fähre gewesen sein.

HB JAKARTA. Die Fähre „Senopati“ sank gegen Mitternacht auf dem Weg von der Hafenstadt Kumai auf Borneo zur Insel Java. Über die Zahl der Passagiere gab es widersprüchliche Angaben, die zwischen 500 und 850 Menschen schwankten. Das lokale Fernsehen Metro TV berichtete 542 Passagiere, während die Marine von rund 850 Menschen sprach. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara berichtete, sind bislang 38 Überlebende geborgen worden.

Nach Angaben von Rettungstrupps sollen 727 Menschen und 25 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen sein. Das stürmische Wetter auf hoher See und schlechte Sicht erschwerten die Rettungsarbeiten. Die Marine hatte mehrere Kriegsschiffe und Flugzeuge entsandt. Medienberichten zufolge war die See zu diesem Zeitpunkt aufgewühlt, bis zu vier Meter hohe Wellen seien über das Schiff geschwappt. Möglicherweise sei das Schiff überladen gewesen, hieß es in ersten, unbestätigten Berichten.

Marinekommandant Yan Simanora berichtete laut indonesischem Radio, Hubschrauber und Schiffe seien in dem Seegebiet, um Überlebende zu finden, doch behindere das schlechte Wetter die Rettungsarbeiten. Das Unglück geschah bereits am Freitag um Mitternacht (Ortszeit) nahe der Insel Mandalika.

In Indonesien transportieren Schiffe häufig mehr Passagiere als behördlich zugelassen. Weil Schiffspapiere nicht immer zuverlässig oder genau ausgefüllt werden, ist es für Behörden hinterher auch immer schwer, die genaue Zahl der Opfer zu nennen. In Indonesien passieren viele Unglücke mit Schiffen. Häufig werden auch Sicherheitsvorschriften nicht beachtet. Wegen der 17 000 Inseln des Landes sind Fähren und Schiffe ein wichtiges Transportmittel.

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