Schiphol

Stromausfall legt Flughafen Amsterdam lahm

Blackout im Ballungsgebiet von Amsterdam: In weiten Teilen der Region fällt der Strom aus. Auch am größten niederländische Flughafen ging zeitweise nichts mehr.
Update: 27.03.2015 - 15:39 Uhr Kommentieren
Aufgrund der Störung mussten zahlreiche Flüge ausfallen. Quelle: dpa
Stromausfall in Amsterdam

Aufgrund der Störung mussten zahlreiche Flüge ausfallen.

(Foto: dpa)

Amsterdam/Den HaagEin folgenschwerer Stromausfall hat am Freitag den Großraum Amsterdam lahmgelegt. In weiten Teilen von Nord-Holland saßen am Vormittag Tausende Menschen zum Teil stundenlang in Zügen, Straßenbahnen, Metros und Fahrstühlen fest. Am internationalen Flughafen Schiphol konnten vorübergehend keine Maschinen starten und landen. Einige Dutzend Flüge mussten komplett gestrichen werden.

Erst gegen Mittag war der Schaden behoben. Doch es dauerte Stunden, bis die Stromversorgung wieder normal angelaufen war. Gut eine Million Haushalte waren betroffen. Vor allem bei der Bahn herrschte Chaos.

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet nannte einen Defekt in einem 380-Kilovolt-Umspannwerk in der Gemeinde Diemen bei Amsterdam als Auslöser des Blackouts. Es habe aber weder ein Feuer noch Verletzte gegeben, teilte das Unternehmen mit.

Das sind die größten Flughäfen der Welt
Platz 20 – Kuala Lumpur (Malaysia)
1 von 20

Durch die zwei Flugzeugtragödien geriet die Staats-Airline Malaysia Airlines zuletzt in Verruf. Doch zumindest im Jahr 2013 boomte der Flugverkehr in dem asiatischen Land. Die Passagierzahl am Hauptstadtflughafen schnellte um fast 20 Prozent nach oben. Mit 47,5 Millionen Fluggästen rückt Kuala Lumpur in die Top 20 vor.

Quelle: Internationale Vereinigung der Verkehrsflughäfen (ACI)

Platz 19 - New York
2 von 20

Auf Rang 19 mit 50,4 Millionen Passagieren (plus 2,3 Prozent) landet der John F. Kennedy Airport (JFK), der größte der New Yorker Flughäfen. Mit seinen neun Terminals ist JFK eines der wichtigsten Drehkreuze Nordamerikas. Trotz des Plus bei den Fluggästen fällt der Airport in der Rangliste im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze zurück.

Platz 18 - Istanbul
3 von 20

Der Flughafen der türkischen Metropole startet durch und verbessert sich auf Platz 18 der Rangliste der größten Flughäfen der Welt. Im Jahr 2013 verzeichnete der Airport Istanbul (IST) ein Plus bei den Passagierzahlen von 13,6 Prozent. Im Vorjahr hatte Istanbul bereits einen 20-Prozent-Zuwachs verbucht. 51,2 Millionen Fluggäste zählte der Airport insgesamt.

Platz 17 - Bangkok
4 von 20

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok (BKK) wurden 2013 3,1 Prozent weniger Passagiere abgefertigt als im Vorjahr. Damit fällt der Airport mit insgesamt 51,4 Millionen Flugreisende drei Plätze zurück. Der neue Flughafen Suvarnabhumi 30 Kilometer östlich der Hauptstadt nahm Ende September 2006 seinen Betrieb auf, die Baukosten beliefen sich auf rund drei Milliarden Euro.

Platz 16 - Guangzhou (China)
5 von 20

Guangzhou (CAN) ist 2010 in die Top 20 aufgerückt und findet sich mittlerweile auf Platz 16 wieder. Der chinesische Flughafen verzeichnete einen Zuwachs an Passagieren von 8,6 Prozent. Die Anzahl der Fluggäste, die in der Metropole starteten und landeten, lag insgesamt bei 52,5 Millionen.

Platz 15 - Denver
6 von 20

Ein US-Airport steht auf dem 15. Platz der Rangliste: Der Denver International Airport (DEN) im Bundesstaat Colorado verzeichnete 2013 52,6 Millionen Passagiere, rund ein Prozent weniger als im Vorjahr. Der Flughafen in Sichtweite der Rocky Mountains, mit knapp 14.000 Hektar der flächenmäßig größte der USA, soll weiter ausgebaut werden: von derzeit sechs Runways auf insgesamt zwölf. So sollen einmal mehr als 100 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden können.

Platz 14 - Amsterdam
7 von 20

Platz 14 im Ranking nimmt der viertgrößte Airport Europas ein: Amsterdam Schiphol (AMS). Der Flughafen zählte im Jahr 2013 52,6 Millionen Passagiere (plus 3 Prozent) – und rückt damit zwei Ränge vor.

Neben dem Verkehr war vor allem die niederländische Wirtschaft von dem Stromausfall betroffen. Geschäfte und Banken wurden geschlossen, weil die Kassen nicht mehr funktionierten. Das Telefon- und Mobilfunknetz war gestört. Krankenhäuser, Radio und Fernsehen stellten den Betrieb auf Notstrom um. Die Polizei setzte alle verfügbaren Beamten ein, auf Streife zu gehen, weil viele Sicherheitssysteme nicht funktionierten, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur in Den Haag mit.

Besonders betroffen waren die Provinzen Nordholland mit rund 2,7 Millionen Einwohnern und die Provinz Flevoland mit rund 400 000 Einwohnern. Die Bahngesellschaft NS meldete noch Stunden nach dem Blackout erhebliche Probleme. In der Region um Amsterdam, Utrecht und Leiden konnte zunächst kein einziger Zug mehr fahren. Wegen der hohen Zahl der Passagiere konnten keine Busse eingesetzt werden, teilte die Bahn mit.

Im Internet veröffentlichte Videos zeigten liegengebliebene Straßenbahnen und Chaos an Straßenkreuzungen, an denen die Ampeln ausgefallen waren. Über den Kurznachrichtendienst Twitter verschickten Niederländer Fotos von leeren und dunklen Büroräumen.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Schiphol - Stromausfall legt Flughafen Amsterdam lahm

0 Kommentare zu "Schiphol: Stromausfall legt Flughafen Amsterdam lahm"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%