Schnee und Eis
Wintereinbruch zu Frühlingsbeginn

Ein ungewöhnliches Bild für diese Jahreszeit bot sich dem Betrachter am Donnerstagmorgen auf Deutschlands Bahnsteigen: Tausende Pendler versuchten mit Daunenjacke, Mütze und Handschuhen der eisiger Kälte Einhalt zu gebieten. Der Winter ist zurück in Deutschland. Und ärgert auch die Autofahrer. Doch zumindest zum Wochende hin ist Besserung in Sicht.

HB DÜSSELDORF. Monatelang haben ihn alle herbeigesehnt. Jetzt kommt er noch einmal wieder, der Winter – und kaum einer will ihn mehr haben, so scheint es. Eine gewissen Missmut angesichts der Wetterkapriolen darf man zumindest den zahlreichen Autofahrern unterstellen, die in einigen Regionen Deutschlands in der Nacht zum Donnerstag schlecht durch Schnee und Eis kamen. So kam es etwa in Teilen Hessens zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen. Wie die Polizei in Kassel mitteilte, musste in Nordhessen eine Bundesstraße zeitweise voll gesperrt werden. Mehrere Lastwagen waren dor liegen geblieben. Stundenlange Staus waren die Folge.

Deutschlands Autofahrer sind nicht die Einzigen, die derzeit unverhofferterweise mit tiefen Temperaturen konfrontiert werden: Nach dem Wintereinbruch in Österreich und der Schweiz sind am Mittwoch weiterhin zahlreiche Straßen unpassierbar geblieben. Einizige Nutznießer der Situation: Die Skifahrer. Sie können sich gewaltige Neuschneemengen freuen. Im Salzburger Land und örtlich auch in Kärnten gab es seit Wochenbeginn mehr als einen Meter Schnee. In der Schweiz fielen bis zu 60 Zentimeter.

Auch vor den Sommerparadiesen im Süden Europas hat die weiße Pracht nicht Halt gemacht: In Nordspanien waren nach Behördenangaben waren am Mittwoch 30 Bergpässe für den Autoverkehr gesperrt. Über 1000 Lastwagen blieben auf Autobahnen im Schnee stecken. In Italien ist bereits seit Dienstag der Vesuv in Neapel mit Schnee bedeckt.

Für alle, die keine Lust mehr auf Skifahren haben und endlich ihre Frühlingsgefühle aufleben lassen wollen, gibt es in den nächsten Tagen zumindest etwas Hoffnung: Zwar bringt der Donnerstag noch häufig Regen und Schnee. Vor allem im mittleren Deutschland wird die weiße Decke auf den Wiesen kräftig anwachsen. Im Norden wird hingegen Regen dominieren. Die Tageshöchstwerte liegen meist zwischen zwei und sieben Grad.

Am Freitag aber wird das Wetter freundlicher: Im Norden und Westen beginnt der Tag noch mit etwas Regen, dann wird sich die Sonne aber zeitweise überall blicken lassen. Bei lebhaftem Nordostwind steigen die Temperaturen auf sieben bis zwölf Grad. Am Samstag fällt nur noch etwas Regen und es gibt viele sonnige Abschnitte. Mit neun bis 14 Grad wird es noch etwas milder.

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