Schnee und Hitze
2010 trotz Extremen ein Durchschnittsjahr

Der Deutsche Wetterdienst zieht seine Jahresbilanz und die fällt anders aus, als viele Deutsche es derzeit fühlen dürften: Laut DWD war 2010 absolut durchschnittlich – zumindest, was die Temperatur betrifft. An eine Prognose für weiße Weihnacht wagen sich die Experten derweil nicht.
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HB OFFENBACH. Das Jahr 2010 wird nach einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) als durchschnittliches Jahr in die Statistik eingehen. Nach den Daten bis einschließlich Montag (13. Dezember) betrug die Jahresdurchschnittstemperatur 8,5 Grad. Im langjährigen Mittel sind es 8,2 Grad, wie DWD-Sprecher Uwe Kirsche am Dienstag in Offenbach berichtete. Zum Thema „Weiße Weihnacht“ wollte er sich noch nicht äußern. „Das ist seriös noch nicht vorherzusagen.“

Weiter vor wagten sich die Meteorologen vom privaten Wetterservice Donnerwetter.de in Bonn: Sie bezifferten die Wahrscheinlichkeit für eine weiße Weihnacht in Berlin auf 80 Prozent und für Frankfurt und Köln auf 20 Prozent. In München, Erfurt, Hamburg und Kiel liegt sie demnach bei 40 bis 45 Prozent. Leipzig und Dresden kommen auf 60 bis 65 Prozent.

Nach einer langjährigen Auswertung des DWD liegt die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Heiligabend in München im Schnitt bei 36 Prozent, in Hamburg nur bei zwölf Prozent. In Frankfurt, Dresden und Rostock kann an jedem fünften Heiligabend mit Schnee gerechnet werden.

Der Niederschlag liegt der vorläufigen DWD-Bilanz für 2010 bereits über dem langjährigen Mittel von 789 Litern je Quadratmeter. Bis Dienstag waren 803 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. „Das ist aber nicht spektakulär abweichend“, sagte Kirsche. Die Sonne scheint im langjährigen Durchschnitt 1528 Stunden im Jahr. In diesem Jahr waren es bislang 1524 Stunden.

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