Schneechoas: Katastrophenalarm in Bayern ausgeweitet

Schneechoas
Katastrophenalarm in Bayern ausgeweitet

Tausende von Helfern kämpfen in den bayerischen Katastrophengebieten weiter gegen die Schneemassen. Am Freitagmorgen wurde der Katastrophenalarm für bislang fünf Landkreise auf die Region Straubing-Bogen ausgeweitet

HB PASSAU. Im oberbayerischen Traunstein starb in der Nacht ein 27 Jahre alter Feuerwehrmann, als er durch ein Dachfenster fiel. Auch in den Nachbarländern Österreich und Tschechien gab es Todesopfer. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor starkem Schneefall mit Verwehungen auch für das Erzgebirge, die Schwäbische Alb und Teile des Schwarzwalds. Unterdessen blieb in Sachsen-Anhalt die Hochwasserlage angespannt.

Im bayerischen Schneechaos wurden weitere Menschen verletzt. In Schönsee im Landkreis Schwandorf stürzte ein 25 Jahre alter Feuerwehrmann vom Dach. Im Landkreis Deggendorf durchbrach eine 19- jährige Bundeswehrsoldatin ein Fenster. In den vergangenen Tagen waren bereits mehr als zehn Helfer verletzt worden. In Teilen Hessens behinderte starker Schneefall in der Nacht zum Freitag den Verkehr. Dabei kam es nach Polizeiangaben zu Dutzenden von Unfällen. Die Bahnstrecke Korbach-Brilon wurde vorübergehend gesperrt, weil ein Zug im Schnee stecken geblieben war. Im Norden und Osten des Landes fiel an einigen Schulen der Unterricht aus. Winter-Probleme auch in Baden-Württemberg: Lang andauernde Schneefälle führten zu Verspätungen auf dem Stuttgarter Flughafen. Dort mussten alle abfliegenden Maschinen vorher enteist werden. Anders die Lage in Sachsen-Anhalt: In den Flüssen Mulde und Schwarze Elster ging das Hochwasser nach Angaben des Landesbetriebs für Hochwasserschutz leicht zurück. Das liege unter anderem daran, weil Niederschläge nicht als Regen, sondern als Schnee fielen. Der Abfluss der Wassermassen werde aber weiterhin durch Treibeis behindert. An Elbe und Saale sowie den Flüssen aus dem Harz ist die Lage den Angaben zufolge entspannt.

Kritisch blieb die Wettersituation in Österreich und Tschechien. In Oberösterreich starb ein 69-Jähriger, als er bei Räumarbeiten vom Dach stürzte. In Ostböhmen wurde eine ältere Frau von einer eingebrochenen Deckenkonstruktion erschlagen. In Oberösterreich gelten nach Behördenangaben alle Flachdächer als einsturzgefährdet. Viele Schulen blieben geschlossen. Die Wetterdienste haben für die Skigebiete in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und in der nördlichen Steiermark Lawinenwarnstufe drei bis vier auf der fünfteiligen Skala ausgegeben.

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