Schon 1964 verlor die Skulptur "ihren Kopf"
"Die Kleine Meerjungfrau" liegt am Boden

Die Kleine Meerjungfrau am Kopenhagener Hafen steht nicht mehr auf ihrem Sockel. Ungekannte haben die Figur in der Nacht zu Donnerstag vom Sockel gestoßen.

HB KOPENHAGEN. Eine Polizeistreife entdeckte gegen 3.00 Uhr morgens, dass das Wahrzeichen Kopenhagens im Wasser lag, anstatt wie gewohnt auf seinem Stein zu sitzen. Die Polizei kündigte an, die Schäden an der Skulptur im Laufe des Donnerstags genauer zu untersuchen. Die Reparaturen würden voraussichtlich einige Zeit dauern.

Die nach dem Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans-Christian Andersen gestaltete Figur gilt als das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt. Täglich zieht die 1,25 Meter hohe und 175 Kilogramm schwere Skulptur viele Besucher an. Die von Edvard Eriksen geschaffene Figur wurde vor 90 Jahren am Hafenrand aufgestellt. Seitdem hat sie mehrere Anschläge erleiden müssen.

So wurde die Kleine Meerjungfrau 1964 zum Gegenstand der damaligen „Happening-Kultur“, in der Kunst in Aktionen umgesetzt werden sollte. Auf diese Weise verlor die Statue ihren Kopf. Ein zweites Mal wurde er ihr 1998 abgesägt. Auch ein Arm wurde der aus einem Frauenoberkörper mit einem Fischschwanz bestehenden Figur abgetrennt. Die Polizei nimmt die Anschläge sehr ernst. In den Fällen, in denen der Figur der Kopf abgetrennt wurde, ermittelte die Mordkommission. Dennoch ist der Anschlag von 1998 bislang nicht aufgeklärt worden.

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