Schröder sagt Unterstützung zu
Internationale Hilfe für die Hurrikan-Opfer läuft an

Nach der Ankündigung der USA, internationale Hilfe für die Katastrophenregion anzunehmen, haben zahlreiche Staaten ihre Unterstützung zugesagt. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bot am Freitag in Berlin die Lazarettmaschine „Medevac“ der Bundeswehr sowie Flugzeuge für Evakuierungen und Transporte an.

HB HAMBURG. Zudem sollen bei Bedarf Impfstoffe, Medikamente und Hilfsgüter geliefert werden. Ferner stünden Spezialisten bereit. Die Bundesrepublik habe von den USA seit dem Zweiten Weltkrieg so viel Hilfe bekommen, dass sie zur Solidarität mit den Amerikanern „historisch“ verpflichtet sei, sagte Schröder.

Der russische Zivilschutz machte am Freitag zwei schwere Transportflugzeuge Iljuschin-76 für einen Kriseneinsatz startklar. Die Maschinen sollten leichte Such- und Rettungshubschrauber nach Amerika fliegen, teilte das Ministerium in Moskau mit.

Frankreich kündigte unter anderem die Verfügbarkeit von acht Flugzeugen, zwei Schiffen und einem Hubschrauber für einen Hilfseinsatz an. Darüber hinaus könne das Land sofort 35 Zivilschutzexperten von den Karibikinseln Guadeloupe und Martinique in Marsch setzen, teilte das Außenministerium mit.

Die italienische Regierung erklärte sich bereit, zwei C-130- Militärflugzeuge ins amerikanische Katastrophengebiet zu entsenden. Sie sollen elektrische Generatoren, Wasserpumpen, Amphibienfahrzeuge, Zelte sowie Experten nach Amerika bringen.

Australien wird 10 Millionen Australische Dollar (rund 6,1 Millionen Euro) bereitstellen, um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen. Premierminister John Howard sagte, die enge Beziehung zu den USA sei einer der Gründe für die schnelle Hilfe. Zudem bot er an, ein Spezialteam ins Katastrophengebiet zu schicken.

In Schweden hieß es, ein Transportflugzeug könne innerhalb von zwölf Stunden starten und Geräte zur Wasserreinigung sowie provisorische Unterkünfte nach Amerika bringen. Bisher hätten die USA aber noch keinen speziellen Bedarf angemeldet, wie ein Regierungssprecher sagte.

Katastrophenexperten könnte auch Österreich in die USA entsenden. Darüber hinaus bietet das Land an, technische Geräte wie etwa Pumpenaggregate in die Krisenregion zu transportieren. Die Schweiz kündigte ebenfalls Hilfe an. Rumänien, das derzeit selbst mit den Folgen verheerenden Überschwemmungen der letzten Monate kämpft, würde bei Bedarf Hilfe für USA in die Wege leiten, sagte Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu.

Sri Lanka, im vergangenen Dezember durch einen Tsunami zum Opfer einer gewaltigen Naturkatastrophe geworden, sprach der USA seine Sympathie aus und bot finanzielle Hilfe in Höhe von 25 000 Dollar (rund 20 000 Euro) für die Flutopfer an.

Die Europäische Union (EU) signalisierte der US-Bundesbehörde für Zivilschutz ihren Hilfswillen. In mehreren EU-Ländern stünden Experten zum Einsatz im Süden der Vereinigten Staaten bereit. Voraussetzung sei jedoch eine entsprechende Anfrage der US-Stellen.

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