Schülerin stirbt
Geiselnahme in US-Schule endet blutig

Nach vier Stunden ist die Geiselnahme an einer Schule im US-Staat Colorado zuende gegangen – mit zwei Toten: Als ein Sondereinsatzkommando das Gebäude stürmte, schoss der Täter nach Angaben der Polizei zunächst auf ein Mädchen und richtete sich dann selbst. Die Tat weckt Erinnerungen an ein Schulmassaker ganz in der Nähe.

HB BAILEY. Der 30 bis 50 Jahre alte Mann hatte in dem Gymnasium der Kleinstadt Bailey zunächst mindestens sechs Personen als Geiseln genommen und sich in dem Gebäude verschanzt. Vier Geiseln ließ er später frei. Zwei Schülerinnen blieben bis zuletzt in seiner Gewalt. Eine von ihnen wurde von dem Mann bei der versuchten Befreiungsaktion der Polizei niedergeschossen und erlag später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Die zweite Schülerin blieb offenbar unverletzt.

Die Polizei entschloss sich nach eigenen Angaben zu der Erstürmung des Gebäudes, nachdem der Geiselnehmer die Verhandlungen mit den Behörden abgebrochen und ein Ultimatum gestellt hatte. Der Mann habe seine Geiseln fast ständig bedroht, sagte Sheriff Fred Wegener. Über die Identität des Mannes machte die Polizei zunächst keine Angaben. Auch über ein Motiv wurde nichts bekannt.

Kurz vor Mittag hatte der Geiselnehmer die Platte-Canyon-High-School in Bailey betreten und um sich geschossen. Mehrere hundert Schüler wurden daraufhin in Sicherheit gebracht und die Schule abgeriegelt.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an das schwerste Schulmassaker in der US-Geschichte: Der Tatort liegt etwa 50 Kilometer von der Stadt Littleton entfernt. Dort hatten die beiden Jugendlichen Dylan Klebold und Eric Harris im April 1999 an der Columbine-High-School 13 Menschen erschossen und sich anschließend selbst gerichtet.

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