Schütze fühlte sich in seiner Ruhe gestört
66-jähriger Münchener feuert auf Nachbarn

Ein 66-Jähriger hat am Montag in einem Wohnhaus in München auf mehrere Nachbarn geschossen und fünf Menschen schwer verletzt. Der Mann feuerte nach Angaben der Polizei im Treppenhaus 25 bis 30 Schüsse aus einem Kleinkalibergewehr ab.

HB MÜNCHEN. Der 66-Jährige habe am Montag bei einem Nachbarn geklingelt und diesen mit einem Gewehr niedergeschossen, erklärte die Polizei. Danach habe der Rentner wahllos auf mehrere Wohnungstüren und Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Nähe des Nymphenburger Schlosses im Westen der Stadt gefeuert. Dabei seien zwei weitere Menschen verletzt worden.

Einem Bewohner sei es gelungen, dem Mann die Waffe zu entreißen, und auf die Straße zu fliehen - was für ihn aber fatale Folgen gehabt habe: Ein Zivilpolizist habe den Mann für den Täter gehalten und ihm in den Oberarm geschossen.

Der Rentner habe sich anschließend in seiner Wohnung verschanzt. Dort habe ihn ein Spezialkommando der Polizei mit einer Schusswunde am Kopf vorgefunden.

Die Verletzung hatte sich der Mann tschechischer Herkunft vermutlich beim Gerangel mit einem Anwohner zugezogen, wie die Polizei weiter mitteilte. Zwei der übrigen Opfer - ein Deutscher, zwei Jugoslawen und ein Slowene - seien schwer verletzt worden: Einer habe einen Bauchschuss erlitten, ein weiterer Mann einen Halsdurchschuss. Sie seien in Krankenhäuser gebracht worden.

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