Schützenfest
Zwei Tote bei Amokfahrt in Menden

Im sauerländischen Menden ist ein Auto in einen Schützenfest-Umzug gefahren. Dabei sind laut Polizei drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem gibt es zahlreiche Verletzte.

HB MENDEN. Für die Mendener Schützenbruderschaft St.Hubertus sollte es ein ausgelassenes Fest zum 60-jährigen Bestehen des Vereins werden. Doch der Tag endete in dem kleinen Ort im Sauerland mit einem Horror-Szenario. Ungebremst raste am Sonntagnachmittag ein schwarzer Wagen in die feiernde Menge. Menschen wurden wie Puppen durch die Luft geschleudert. Zwei 40 und 69 Jahre alte Schützenbrüder starben. Dutzende von Besuchern und Teilnehmern des Festumzugs erlitten Verletzungen oder einen schweren Schock. Noch am Sonntagabend versammelte sich Anwohner am Unglücksort und legten Blumen nieder.

Noch Stunden nach dem Unglück waren Rettungskräfte damit beschäftigt, den Unfallort zu sichern. Hubschrauber kreisten über dem Unfallort. Der 79-jährige Unglücksfahrer wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Er soll voraussichtlich schon am Montag zu den Hintergründen des Unfalls befragt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Rentner ungebremst in das Ende des Schützenumzugs gerast.

Erst durch einen zur Absicherung des Umzugs auf der Straße geparkten Polizeiwagen konnte das Fahrzeug gestoppt werden. Der zu diesem Zeitpunkt unbesetzte Polizeiwagen wurde mit Wucht in ein weiteres Auto geschoben, bevor das Unglücksauto endlich schwer beschädigt zum Stehen kam. Polizei und Retter rätseln derzeit noch über die Hintergründe des schrecklichen Unfalls. Erste Erkenntnisse deuteten auf einen Schwächeanfall des 79-jährigen Mendeners hin, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagabend.

Die an den Unglücksort angrenzende Schützenhalle, in der die ersten Teilnehmer des Umzugs zum Zeitpunkt des Unfalls bereits eingezogen waren, wurde eilig zum Betreuungszentrum umfunktioniert. Helfer kümmerten sich um geschockte Angehörige und Opfer. Die weiteren Feierlichkeiten der Schützenbrüder, die am Montag mit mit einem gemeinsamen Frühstück enden sollten, wurden abgesagt.

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