Schutz vor flächendeckenden Stromausfällen
Experte: Reserven können Blackouts vermeiden

Genügend Reserven in den Höchstleistungsnetzen und bei den Energieerzeugern helfen nach Ansicht des Experten Albert Moser von der Leipziger Strombörse EEX, flächendeckende Stromausfälle wie in den USA und Kanada zu vermeiden.

HB/dpa LEIPZIG. „Rein theoretisch wäre sicher ein solcher Notfall auch in Deutschland denkbar“, sagte Moser am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Großkraftwerke und das Höchstleistungsnetz mit einer Spannung von 380 000 Volt in Europa bildeten wie in Amerika eine Einheit mit enger Wechselwirkung. So könne sich eine gravierende Störung auf das gesamte Netz auswirken, wenn nicht ausreichend Vorsorge getroffen werde. „Aber das ist wirklich reine Theorie,“ so Moser. Die Praxis zeige, „dass die Netzbetreiber in Deutschland sowohl bei der Übertragung von Energie als auch bei den Kraftwerken genügend Reserven für die üblichen oder denkbaren Ausfälle vorhalten. Ich denke, dass die Netzbetreiber in Deutschland ihren Job gut machen.“ „Bei Störungen sorgen Automatismen dafür, dass die betroffene Leitung sofort abgeschaltet wird“, sagte Moser. Eine grundsätzliche Ursache für Ausfälle wie gegenwärtig in Amerika sei, dass die verbleibenden Kapazitäten dann nicht mehr ausreichen. „Das ist ein Nachteil der Automatismen, die aber unbedingt nötig sind. So kann ein Domino-Effekt von Überlastungen entstehen.“

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