Schwarzmarkt deckt Bedarf in China
Experten warnen weiter vor Elefantenmord

Bis zu 12 000 Elefanten werden in Zentralafrika jährlich wegen des Elfenbeins getötet. Experten berichtetn von weiterhin lebhaftem Handel vor allem im Sudan.

HB NAIROBI. Damit würden vor allem illegale Elfenbeinmärkte im Sudan beliefert, sagte Esmond Martin, Experte für den Handel mit Wildtieren, am Montag in Kenias Hauptstadt Nairobi. Er habe bei einer verdeckten Ermittlung mehr als 11 000 Elfenbeinprodukte allein in Läden der sudanesischen Hauptstadt Khartum und im benachbarten Omdurman entdeckt.

Die Schwarzmärkte in Afrika deckten vor allem den steigenden Bedarf in China, erklärten Martin und Barbara Maas von der britischen Wohlfahrtsorganisation „Care for the Wild International“. Martin hatte für die Organisation die Ermittlung vorgenommen.

Beide betonten, dass mehrere tausend Chinesen, die in der Erdölförderung und in Minen arbeiteten, schätzungsweise 75 Prozent des im Sudan angebotenen Elfenbeins erwerben. Händler hätten ihm berichtet, das Elfenbein komme aus benachbarten Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik, dem Tschad und aus Kenia, sagte Martin weiter. Maas wies zudem darauf hin, dass die Hälfte der afrikanischen Elefanten zwischen 1979 und 1989 vor allem im Zusammenhang mit der Jagd auf das Elfenbein verschwunden seien.

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