Schweinegrippe
Infizierter Junge im Saarland gestorben

Im Saarland und in Nordrhein-Westfalen sind weitere mit der Schweinegrippe infizierte Patienten gestorben. Der Virus hat inzwischen auch die Fußball-Bundesliga erreicht. Und in der Ukraine hat die Regierung nach einer Serie von Todesfällen landesweit die Schulen geschlossen und größere Veranstaltungen verboten.

HB BONN. Bei dem in Nordrhein-Westfalen gestorbenen Patienten handelt es sich um eine 48-jährige Frau aus dem Rhein-Sieg-Kreis, wie das Universitätsklinikum Bonn am Freitag mitteilte. Die 48-Jährige habe keine bekannten Vorerkrankungen gehabt, die den schweren Krankheitsverlauf erklären würden, berichtete die Klinik. Wo sie sich angesteckt habe, sei unklar.

Die Frau war vor einigen Tagen aus einem anderen Krankenhaus zur intensivmedizinischen Weiterbehandlung in das Universitätsklinikum Bonn verlegt worden. Dort musste sie an der künstlichen Lunge angeschlossen werden.

Es ist der fünfte Todesfall im Zusammenhang mit der neuen Grippe in Deutschland. Ebenfalls am Freitag starb ein fünfjähriger Junge in der Kinderklinik Kohlhof in Neunkirchen im Saarland; zuvor waren bereits ein 65-jährigen Mann aus Mannheim, ein fünfjähriges Kind in München und eine 36-jährige Frau in Essen nachweislich an der Seuche gestorben.

Wie das saarländische Sozialministerium am Freitag in Saarbrücken mitteilte, litt das Kind unter einer chronischen Vorerkrankung der Lunge und war an einer schweren Lungenentzündung erkrankt. Es war seit zwei Tagen in stationärer Behandlung und wurde beatmet.

Weitergehende Untersuchungen wurden veranlasst. Alle Kontaktpersonen aus dem Umfeld des Jungen seien informiert worden, hieß es. Es seien hygienische Maßnahmen angeordnet worden, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Auch im Sport sorgt der Virus für Unruhe. Das Trainerteam, der Sportdirektor und die Spieler des VfB Stuttgart lassen sich gegen die Schweinegrippe impfen. „Wir haben das auf Empfehlung unseres Mannschaftsarztes entschieden“, sagte Manager Horst Heldt am Freitag. Er und Teamchef Markus Babbel erklärten, diese vorbeugende Maßnahme zu ergreifen. Man könne natürlich die Profis nicht dazu zwingen. Allerdings gehen die Verantwortlichen des schwäbischen Fußball-Bundesligisten davon aus, dass sich die Spieler ebenfalls impfen lassen. Die Aktion ist für die Länderspielpause Mitte November geplant.

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