Schweinegrippe
Mehr als 100 Grippetote in Mexiko

Die Schweinegrippe breitet sich weiter aus und lässt die Angst vor einer Pandemie wachsen. In den USA wurde nach 20 bestätigten Fällen von Schweinegrippe der Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auch in anderen Ländern wurden Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Der Präsident des Berliner Robert Koch-Instituts, Hacker, hält die Ausbreitung der Schweinegrippe für besorgniserregend.

HB WASHINGTON/FRANKFURT. In Mexiko stieg die Zahl der Grippetoten nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen auf 103; wie viele Menschen mit dem Virus infiziert sind, ist noch unklar. Die US-Regierung rief den Gesundheits-Alarmzustand aus. Mindestens 20 Infektionen wurden offiziell bestätigt, in Kanada sind es sechs. Auch in Europa gibt es erste Verdachtsfälle. Nach Überzeugung des Paul-Ehrlich-Instituts wird sich die Schweinegrippe bald in Deutschland ausbreiten. Gleichzeitig warnten deutsche Experten vor Panik.

Seit Mitte April erkrankten in Mexiko nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 1 600 Menschen. Präsident Felipe Calderon ermächtigte die Gesundheitsbehörden, Grippekranke zu isolieren und deren Wohnungen zu inspizieren. Soldaten verteilten sechs Mio. Atemschutz-Masken an die Bevölkerung. Schulen, Märkte, Restaurants und Kinos wurden geschlossen. Die Weltbank sagte der Regierung zur Bekämpfung der Krankheit Kredite in Höhe von 225 Mio. Dollar zu.

In Spanien wurden am Wochenende drei Menschen beobachtet, die aus Mexiko zurückgekehrt sind. In Frankreich wurden vier Personen unter Beobachtung gestellt. Bei dreien von ihnen verliefen die Tests negativ. Weitere Verdachtsfälle gibt es in Israel und Neuseeland.

Die Gesundheitsbehörden in Hongkong erklärten am Montag, Wissenschaftler wollten einen Viren-Schnelltest entwickeln. Ergebnisse sollen künftig innerhalb von sechs Stunden vorliegen.

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