Schweinegrippe
WHO erhöht Pandemie-Alarmstufe

Die Zahl der Toten steigt, das Virus breitet sich aus: Nach neuen Fällen in Mexiko und den USA ist das Schweinegrippe-Virus nun auch in Schottland angekommen. Ein Verdacht in Deutschland bestätigte sich zunächst hingegen nicht. Indes hat die Weltgesundheitsorganisation die Alarmstufe für eine Pandemie erhöht.

HB MADRID/BERLIN/GENF. Die gefährliche Schweinegrippe hat Europa erreicht. Sowohl in Großbritannien als auch in Spanien bestätigten die Behörden Fälle von Infektionen mit dem H1N1-Erreger. In Mexiko stieg die Zahl der mutmaßlichen Schweinegrippe-Toten auf fast 150, das Auswärtige Amt riet von Reisen in das zentralamerikanische Land ab. Zu allem Überflüss erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,7 am Montag den südmexikanischen Bundesstaat Guerrero und die mexikanische Hauptstadt. Tausende von Menschen verließen die Bürogebäude, Hochhäuser und Restaurants, um sich in Sicherheit zu bringen.

In Madrid wurde das Schweinegrippevirus nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei einem 23-Jährigen nachgewiesen, der kürzlich von einer Reise aus Mexiko zurückgekehrt war. Der Fall sei aber nicht ernst. In Großbritannien tragen zwei Menschen, die aus Mexiko zurückgekehrt sind, das Virus in sich, wie das schottische Gesundheitsministerium mitteilte. Die beiden Patienten würden im Krankenhaus von Airdrie im Süden Schottlands behandelt, seien aber auf dem Weg der Besserung. Verdachtsfälle in Europa wurden noch in Belgien, Frankreich, Schweden, Dänemark und in der Schweiz überprüft.

Ein Verdacht auf Schweinegrippe in Deutschland bestätigte sich zunächst nicht. Wie die Stadt Bielefeld Montagabend mitteilte, fiel ein Schnelltest bei zwei Mexiko-Reisenden negativ aus. Das Geschwisterpaar war demnach mit Erkältungssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden und sollte zur Beobachtung zunächst weiter in der Klinik bleiben. Aus Sicherheitsgründen sollte es weitere Testes geben, detaillierte Laborergebnisse sollten Dienstagnachmittag vorliegen. Berichte über angeblich drei Verdachtsfälle in Bielefeld hätten nicht bestätigt werden können, teilte die Stadt weiter mit.

Unterdessen warnten Experten vor Panik. Dafür gebe es keinen Grund, sagte Michael Pfleiderer vom Paul-Ehrlich-Institut im Bayerischen Rundfunk. Normale Hygienemaßnahmen reichten zur Vorbeugung aus. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Jörg Hacker, sagte, Deutschland sei für den Fall der Fälle gut vorbereitet.

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