Schweinegrippe
Zahl der Toten in Deutschland steigt

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Schweinegrippe in Deutschland steigt immer weiter. Am Mittwoch wurden zwei Todesfälle in Baden-Württemberg bekannt, so dass sich die Zahl der Todesopfer bundesweit auf neun erhöhte.
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HB FRANKFURT/MAIN. Denn auch in Berlin wurde bei einem an Herz-Kreislauf-Versagen gestorbenen 40-Jährigen der Erreger der neuen Influenza nachgewiesen. Eine Obduktion solle jetzt klären, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Tod des Patienten und der Infektion mit Schweinegrippe gibt, teilte der Gesundheitssenat mit.

Eine 52-jährige Schweinegrippe-Patientin starb am Mittwoch in Stuttgart. Die Frau habe an einer chronischen Vorerkrankung gelitten, teilte das baden-württembergische Sozialministerium mit. „Aussagen zum ursächlichen Zusammenhang des Erregers mit dem Eintritt des Todes können derzeit noch nicht gemacht werden“, hieß es weiter.

Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um einen 29 Jahre alten Mann. Er litt seit Jahren unter schwersten Erkrankungen der Niere und Leber und war auf der Warteliste für eine Organtransplantation, wie das Universitätsklinikum Heidelberg am Mittwoch mitteilte. Der Mann sei bereits am Sonntag gestorben.

In Frankfurt verschlechterte sich der Zustand der Schweinegrippe-Patientin im Universitätsklinikum. Die Frau leide nach wie vor unter schwerem Lungenversagen und werde deshalb weiterhin mit einem speziellen Beatmungsverfahren behandelt, teilte die Klinik mit. Die Patientin werde ausnahmslos von geimpftem Personal betreut und sei in einer Isolationsschleuse untergebracht.

Wegen der steigenden Zahl der Schweinegrippe-Erkrankungen sollten sich nach Einschätzung von Fachärzten auch Kinder unter drei Jahren gegen das H1N1-Virus impfen lassen. Zuverlässige Studiendaten aus anderen europäischen Ländern und zum Teil auch aus Deutschland zeigten, dass bereits sehr junge Kinder die Impfung ohne schwerwiegende Probleme vertragen könnten, erklärte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann.

Weil voraussichtlich schwere Erkrankungen fälschlich als Nebenwirkungen der Impfung angesehen werden, sorgen sich Experten um den Erfolg der Impfkampagne. Die Präsidentin des Schweizerischen Impfkomitees, Claire-Anne Siegrist, sagte der „Zeit“, sie sei nicht im mindesten besorgt wegen der tatsächlichen Nebenwirkungen der Impfstoffe. Jedoch sei sie geradezu „in Panik wegen allem, was den neuen wirkverstärkten Impfstoffen angehängt werden wird“.

Nach Berechnungen eines internationalen Expertenteams ist bei einer Impfung von 30 Mio. Bundesbürgern damit zu rechnen, dass drei Menschen innerhalb einer Woche danach plötzlich sterben, zehn weitere an der aufsteigenden Nervenlähmung Guillain-Barré-Syndrom (GBS) und 20 Menschen an einer Entzündung des Sehnervs erkranken werden. Bei 100 000 Schwangeren sind zudem 280 spontane Aborte innerhalb einer Woche nach der Impfung zu erwarten.

Diese Fälle spiegelten lediglich die normale Erkrankungsrate in der Bevölkerung wider und würden daher auch unabhängig von der Impfaktion eintreten, betonen die Autoren der Studie, die am vergangenen Wochenende im britischen Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Kommentare zu " Schweinegrippe: Zahl der Toten in Deutschland steigt"

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  • im Einzellfall ist der Tod eines Patienten natürlich schlimm.
    Aber was sind 10 Grippetote im Vergleich zu 10-14Tausend Toten bei der normalen Virusgrippe?
    Warum werden denn dort in der blöd-Zeitung die Toten nicht gezählt?
    Weil der Absatz des Schweinegrippenserums nicht so läuft wie erwartet.
    im Allgemeinen klingt diese Grippe nach 3 Tagen ohne behandlung wieder ab, oftmals wird sie von den betroffenen nur durch leichtes Fieber registriert.
    bei der richtigen (und ungleich gefährlicheren) Virusgrippe ist der Verlauf im Allgemeinen viel kritischer!

    Also, nicht verrückt machen lassen. Und immer hinterfragen: Wer hat interesse an der Grippehysterie?

    Richtig es geht wieder ums Geld - die Millionen und Milliarden der Pharmabranche.

  • @Yahel[3]
    Wie so oft treffen Sie den Nagel auf den Kopf und sprechen Dinge an, die im Zuge der PC nicht gehört werden wollen. Die Zahl der Menschen, die diese Erde ertragen kann, ist nach meiner Meinung schon lange überschritten.
    Von der Römerzeit bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Zahl der Menschen auf der Erde kaum vergrößert. Seitdem haben sich die Zahlen der Menschen expolsionsartig vermehrt. Und Gutmenschen tun nichts dagegen. Das fängt von Pille-Paule und dem Kondomverbot der katholischen Kirche in Afrika an und geht über die Kindergeldzahlungen zur Förderung der Gebärrate in industrieländern zur krampfhaften Verlängerung von menschlichem Leben oder was so genannt wird in Krankenhäusern.
    in früheren Zeiten senkten Seuchen, Kriege und fehlende Medizin die belastung des "Organismus Erde" mit dem bazillus Mensch ab.
    Unsere Erde gleicht einem Dampftopf auf einem eingeschalteten Herd, bei dem das Ventil blockiert ist.
    ich hoffe, ich erlebe nicht mehr, was dadurch passiert.

  • Erinnern Sie sich noch an die Seehundstaupe, die 1988 die Nord- und Ostseeküsten Deutschlands und Dänemarks heimsuchte? Die „Naturschützer“ jammerten herum, „weil die armen Tiere nicht gerettet werden können“. Über 8000 Tiere sollen verendet sein. Warum brach diese Tierseuche aus? Man machte alle möglichen Umwelteinflüsse dafür verantwortlich, daß die Population für den Lebensraum vielleicht zu groß war wurde nicht betrachtet. im natürlichen Lebensraum brechen dann Krankheiten aus, denen die schwachen Tier zum Opfer fallen. Hätte die Möglichkeit bestanden die Tiere zu impfen, könnten wir heute den Überlebenskampf dieser Tiere beobachten, für die der Lebensraum zu klein geworden wäre.
    in bezug auf die Schweinegrippe dürften ähnliche Zusammenhänge ursächlich sein, denn regelmäßig kommen Grippeviren unterschiedlicher Art aus dem ostasiatischen Raum, in dem vielfach regionale Überbevölkerung herrscht, gepaart mit unzureichenden hygienischen Verhältnissen und mangelhaftem Verständnis für Hygiene.
    Wir in Europa haben uns im Laufe der Medizingeschichte angewöhnt auf Krankheiten mithilfe der Schulmedizin zu reagieren. Wir bekämpfen, nicht nur in diesem bereich, die Wirkungen, für die Ursachen und deren beseitigung interessiert sich niemand. Die bevölkerungsentwicklung auf dieser Welt findet in den Medien und bei Politikern kaum beachtung und wird der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten noch so manches Virus bescheren auf das dann wieder mit medialem und politischem Getöse reagiert wird. Wie lange wird es wohl brauchen, bis sich Wissenschaftler mit den Zusammenhängen der Überbevölkerung in Teilen der Welt und den daraus resultierenden Krankheiten beschäftigen? Das in diesem Zusammenhang auch das Problem des „Klimawandels“ betrachtet werden muß, sollte sich von selbst verstehen. Am Ende des WKii lebten etwa 2,4 Mrd. Menschen auf der Welt, heute sind es ca. 6,8 Mrd., die Schätzungen gehen für 2050 auf 9,2 Mrd., ein weites Feld für die Entwicklungshilfe, um über diesen Weg einen Geburtenrückgang und somit einen Ansatz zur Eindämmung derartiger Seuchen zu bewirken.

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