Schwere Nachbeben
Neue Erdbebenwarnung in China löst Panik aus

Massenpanik in Chinas Katastrophenprovinz Sichuan: Nach einem Fernsehbericht über mögliche Nachbeben sind zehntausende Menschen aus ihren Häusern geflüchtet. Derweil finden Retter auch eine Woche nach dem Beben immer noch Überlebende unter den Trümmern.

HB CHENGDU. Eine Warnung vor neuen Erdstößen hat in der chinesischen Katastrophenprovinz Sichuan eine Massenpanik ausgelöst. Zehntausende Menschen flüchteten in der Nacht zu Dienstag aus ihren Häusern in der Stadt Chengdu, nachdem in einem Fernsehbericht vor einem neuen Beben der Stärke 8 gewarnt worden war. Auf den Straßen aus der Hauptstadt der Provinz Sichuan bildeten sich Staus, die Menschen suchten freie Flächen auf.

Seit dem schweren Beben vor einer Woche wurde die Region mehrfach von schweren Nachbeben erschüttert. Am Montagabend registrierten etwa US-Geologen ein Beben der Stärke 5,2.

China Regierung bemühte sich, weitere Panik unter der Bevölkerung zu vermeiden. Mehrere staatliche Erdbeben-Forscher erklärten am Dienstag im chinesischen Fernsehen, allein das Auftreten von Nachbeben bedeutete noch keine Gefahr für Leib und Leben.

Im Erdbebengebiet geht die Suche nach Überlebenden unterdessen weiter. Acht Tage nach dem schweren Erdbeben konnte in der Nacht zum Dienstag erneut ein Verschütteter lebend geborgen worden. Der 31-jährige wurde aus den Trümmern eines Wasserkraftwerks in der Stadt Yingxiu gezogen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Unweit der Stadt im Landkreis Wenchuan hatte das Epizentrum des Bebens vor einer Woche gelegen.

Unter den Trümmern im Erdbebengebiet werden noch tausende Verschüttete vermutet. Bislang sind rund 34 000 Tote offiziell bestätigt, doch rechnet der Krisenstab mit mehr als 50 000 Toten. Über 40 000 Verletzte werden in Krankenhäusern oder Feldlazaretten behandelt. Die wirtschaftlichen Schäden durch das Beben für die Unternehmen in der Region bezifferte die Regierung auf 67 Milliarden Yuan (6,2 Milliarden Euro).

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