Schwere Überschwemmungen
Mehr als 330 Menschen sterben nach Karibik-Unwettern

Die Überschwemmungen in Haiti und der Dominikanischen Republik fordern immer noch zahlreiche Tote und Verletzte. Wie der Zivilschutz in Santo Domingo am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte, kamen in der dominikanischen Grenzstadt Jimaní 195 Menschen ums Leben.

HB SANTO DOMINGO/PORT-AU-PRINCE. Im benachbarten Haiti meldeten die Behörden am Dienstag 130 Tote, doch lag die Opferzahl dort vermutlich noch deutlich höher. Touristen kamen nach den vorliegenden Informationen nicht zu Schaden. Haiti und die Dominikanische Republik teilen sich die Karibikinsel Hispaniola. Es sind die schwersten Überschwemmungen auf dieser Insel seit dem Hurrikan George 1998.

In Jimaní wurden am Dienstag nach Angaben des Zivilschutzes 107 Opfer in einem Massengrab bestattet. Das Hochwasser hatte mehr als 200 Häuser zerstört und die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. In der recht trockenen Grenzregion rund 280 Kilometer westlich von Santo Domingo hatte es drei Tage lang heftig geregnet. Das Wasser, das aus den Bergen herabströmte, verwandelte den Fluss Solié in einen reißenden Strom. Das Stadtviertel La Cuarenta wurde fast völlig zerstört.

Jimaní liegt an der Hauptstrecke von Santo Domingo nach Port-au- Prince, der Hauptstadt Haitis. Am schwersten betroffen von den Unwettern war in Haiti der Ort Fonds Vérettes nordöstlich von Port-au-Prince, wo 58 Menschen ums Leben kamen. Dort hatten die Bewohner ihre Häuser in ein Flussbett gebaut, und auch bei früheren Unwettern hatte es dort schon viele Tote gegeben. Auch aus dem Department Süd-Ost wurden zahlreiche Opfer gemeldet.

Überschwemmungen gab es auch in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo. In dem Vorort Villa Mella starben zwei Menschen. Ein Mann ertrank in dem Stausee Hatillo im Zentrum des Landes, vier Menschen wurden von den Fluten des Rio Yuna in den nördlichen Provinzen Duarte und Maria Trinidad Sánchez in den Tod gerissen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%