Schwerer Schlag für das Museum und den traditionsreichen Eisenbahnstandort
Bahn-Tragödie in Nürnberg

Bei dem Brand in einem Schaudepot des Nürnberger Eisenbahnmuseums sind nach Angaben der Museumsleitung unschätzbare Werte der deutschen Bahngeschichte zerstört worden. Unter anderem brannten mehrere betriebsfähige Dampflokomotiven aus den 30er und 40er Jahren aus. Der Schaden an Fahrzeugen und Gebäuden wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

HB NÜRNBERG. Das Feuer habe den Nachbau der ersten deutschen Lokomotive „Adler“, weitere 23 Lokomotiven sowie einen rund 100 Jahre alten Rundschuppen zerstört, sagte der Leiter des Museums, Jürgen Franzke, am Dienstag. Die Original-Adler war die erste Eisenbahnlokomotive in Deutschland und befuhr 1835 zum ersten Mal die Strecke Nürnberg-Fürth. „Es sieht fürchterlich aus, fast wie nach einem Bombenangriff.“ Wegen des Brandes war auch die Bahnstrecke in Richtung Würzburg für mehrere Stunden gesperrt. Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. Die Brandursache war unbekannt.

Nach Angaben der Polizei brach der Brand in dem halbkreisförmigen Lokschuppen gegen 20.00 Uhr am Montag aus. Das Gebäude brannte ab, das Dach stürzte ein. In dem 1500 Quadratmeter großen Schuppen explodierten Gasflaschen und die Tanks mehrerer historischer Dieselloks. 20 Meter hohe Stichflammen schossen in den Himmel. Mehr als 200 Feuerwehrmänner waren im Einsatz, um den Brand zu löschen.

Unter den zerstörten Lokomotiven befindet sich ein Nachbau der ersten deutschen Lokomotive „Adler“ aus dem Jahr 1935. Die Original-Adler befuhr 1835 zum ersten Mal die Strecke Nürnberg-Fürth. Auch andere historische Dampflokomotiven wie etwa die stärkste Dampf-Güterlok der Welt aus den 40-er Jahren, Dieselloks aus den 50-er Jahren und ein U-Bahn-Triebwagen aus Berlin aus dem Jahr 1913 wurden zerstört. Der Eisenbahnschuppen befindet sich am Stadtrand von Nürnberg im Stadtteil Sündersbühl, die eigentlichen Museumsräume in der Innenstadt waren nicht betroffen. In dem Schuppen bewahrt das Bahn-Museum seine wertvollsten Fahrzeuge auf, die nicht in die Museumsräume passen. Auch der Schuppen wurde gelegentlich für Besichtigungen geöffnet.

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