Schwerer Terroranschlag in Pakistan
Attentäter reißt Kinder in den Tod

Ein Selbstmordattentäter hat in Pakistan inmitten einer Prozession schiitischer Gläubiger seinen Sprengsatz gezündet und mindestens 18 Menschen in den Tod gerissen, darunter acht Kinder.

IslamabadDer Blutzoll könnte noch steigen. 35 weitere Menschen seien bei dem Anschlag in Jacobabad im Süden des Landes verletzt worden, sagte Polizeisprecher Yar Mohammad Lasharai. Viele von ihnen seien in kritischem Zustand. Unter den Verletzten seien auch sechs oder sieben Kinder.

Nach dem Anschlag versuchten trauernde Schiiten ein Regierungsgebäude zu stürmen, sagte der örtliche Polizeichef Allah Rakhio Mirani. Sicherheitskräfte feuerten daraufhin Tränengas ab, um die Menge unter Kontrolle zu bringen. Später kamen die Protestler vor dem Büro des ranghöchsten Verwaltungsbeamten zu einem Sitzstreik zusammen, um die sofortige Festnahme der Hintermänner der Attacke zu fordern.

Zu der Tat bekannte sich niemand, der Verdacht fiel aber auf sunnitische Extremisten aus der Gegend, die in der Vergangenheit ähnliche Attentate verübt hatten. Die Prozession war Teil des zehntägigen Aschura-Festes, bei dem Schiiten an den Tod von Imam Hussein erinnern, den Enkel des Propheten Mohammed.

Während des Aschura-Fests kommt es immer wieder zu Attacken auf Schiiten, die in Pakistan in der Minderheit sind und von sunnitischen Extremisten als Ketzer angesehen werden. Erst am Donnerstag hatte ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee im Südwesten Pakistans zehn Menschen getötet, darunter sechs Kinder.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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