Schwerer Unfall auf der A9
Fünf Tote und 17 Verletzte bei Busunglück

Bei einem schweren Busunglück sind am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 9 (München-Berlin) bei Weißenfels in Sachsen-Anhalt fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden 17 Menschen verletzt, davon 15 schwer. Die Unfallursache ist weiterhin unklar, sagte die Sprecherin der Polizei Merseburg, Birgit Bandermann, am Sonntag.

HB/dpa WEIßENFELS. Ob Übermüdung oder Alkohol im Spiel war, werde geprüft. Der Busfahrer sei schwer verletzt und konnte bislang nicht befragt werden.

Auch über die Identität der Opfer liegen noch keine Informationen vor, sagte Bandermann. Für Angehörige ist die Hotline (03443) 30 30 75 frei geschaltet worden. Die Autobahn war nach Polizeiangaben bis 7.35 Uhr voll gesperrt.

Nach den Reiseunterlagen sollten 15 Passagiere in München und 8 in Nürnberg zusteigen, sagte die Sprecherin. Jetzt werde geprüft, wer tatsächlich an Bord des Busses war. Der Reiseveranstalter „Festival Kreuzfahrten“ in Hamburg hatte den Bus beim Reiseunternehmen Atlas Hebbel Touristik GmbH in Leverkusen gechartert. Die Fahrgäste waren mit dem Bus nach Kiel unterwegs. Dort sollten sie eine einwöchige Kreuzfahrt antreten.

Laut Polizeisprecherin war der Bus mit 21 Fahrgästen und dem Fahrer um 2.37 Uhr auf einem freien, dreispurigen Autobahnabschnitt bei Tollwitz (Landkreis Merseburg-Querfurt) „von der Autobahn abgekommen, die Böschung hinunter gefahren und umgekippt“.

Nach Angaben des Geschäftsführers des Reiseunternehmens, Michael Hebbel, war der Fahrer ein erfahrener und geschulter Mann. Der Bus sei in einem guten Zustand gewesen und regelmäßig gewartet worden. Zugleich wies Hebbel auf seine hohen Sicherheitsstandards hin. Die Busse der Firma hätten ein Durchschnittsalter von nur zwei Jahren und würden in einer eigenen Werkstatt praktisch nach jeder großen Fahrt gewartet, sagte Hebbel. Das Traditionsunternehmen habe 22 Busse.

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