Sechsfachmord
Italienische Mafia-Jäger helfen Duisburger Polizei

Aus der italienischen Region Kalabrien sind Mafia-Ermittler nach Deutschland abgeordnet worden, um der Duisburger Polizei bei der Aufklärung des Sechsfachmordes zu helfen. Fünf der sechs Opfer des mutmaßlichen Mafia-Mordanschlags stammen aus San Luca in Kalabrien, Hintergrund der Tat könnte eine blutige Fehde zweier ortsansässiger Familien sein.

HB DUISBURG. Aus Süditalien trafen noch am Mittwochabend zunächst zwei Ermittler in Duisburg ein. „Sie werden uns erst einmal einen Überblick über die Strukturen des organisierten Verbrechens dort geben“, sagte Polizeisprecher Reinhard Pape. Experten sprachen vom bislang blutigsten Anschlag der italienischen Mafia in Deutschland.

Außerdem will die Polizei bis Donnerstag Aufnahmen von Überwachungskameras in der Nähe des Tatorts auswerten. Polizeisprecher Pape erhofft sich davon aber nicht allzu viel. „Bisher ist die Qualität der Bilder schlecht. Wir versuchen, aus dem Schlechten etwas Gutes zu machen.“ Sollte die Sichtung etwas Brauchbares ergeben, würden die Passagen veröffentlicht.

Ein Killer-Kommando hatte am Mittwochmorgen sechs Italiener vor einem Restaurant kaltblütig ermordet. Die späteren Opfer waren Mitarbeiter und Inhaber eines Restaurants und hatten dort den Geburtstag eines 18-jährigen Auszubildenden gefeiert, dem einzigen Opfer, das nicht zur Großfamilie gehörte. Nach Ende der Feier setzten sich die Männer in zwei Autos, als die Mörder - vermutlich zwei Männer - das Feuer eröffneten und die Wagen „mit einer Vielzahl von Kugeln“ durchsiebten.

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