„Second Life“ immer beliebter
Besucheransturm in der Virtuellen Welt

Den bislang größten Besucheransturm in ihrer Geschichte erlebte vergangene Woche die virtuelle Online-Welt „Second Life“. Inzwischen sind mehr als eine Million Benutzer bei dem Service registriert. Schon entdecken Konzerne und Künstler das Marketingpotenzial der Plattform.

HB DÜSSELDORF. Die Online-Welt "Second Life" hat in der vergangenen Woche an einem einzigen Tag 50 000 neue Einwohner verzeichnet. Wie das Handelsblatt berichtet, zählt die virtuelle Population der größten Kunstwelt im Internet nun 1,1 Millionen Männer und Frauen. In "Second Life" steuert der Nutzer eine Figur durch eine fotorealistische 3-D-Welt und kann dort beispielsweise Häuser bauen oder mit anderen Spielern interagieren.

Mit diesen Nutzerzahlen befindet sich das Projekt, hinter dem der Amazon-Gründer Jeffrey Bezos und der Ebay-Pionier Pierre Omidyar stehen, vor dem wirtschaftlichen Durchbruch. Alle Inhalte werden von den Nutzern selbst geschaffen, doch diese müssen für die volle Nutzung der Scheinwelt zahlen. Rund 30 000 der Einwohner lassen sich ihren virtuellen Zweitwohnsitz mehr als 200 Dollar im Jahr kosten. 1600 von ihnen sind virtuelle Großgrundbesitzer mit laufenden Ausgaben von mehr als 2300 Dollar per anno.

Neben Privatbesuchern wird Second Life auch bei Konzernen immer beliebter. Nissan hat sich auf Second Life eine ganze Insel gekauft und wirbt mit einem riesigen Fahrparcours für seinen neuen Sentra. Sony-BMG präsentiert in der Scheinwelt seine populärsten Künstler. Insgesamt sind rund 30 der weltweit namhaftesten Konzerne engagiert. Die Sängerin Suzanne Vega gab sogar schon ein Online-Konzert auf Second Life.

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