Seit 1947 verschollen
Vermutlich Wrack der „Graf Zeppelin“ entdeckt

Die polnische Marine hat in der Ostsee vermutlich das Wrack der „Graf Zeppelin“ entdeckt, des einzigen Flugzeugträgers der deutschen Nationalsozialisten. Damit kann möglicherweise bald das Schicksal des Schiffes, dass 1947 unter mysteriösen Umständen verschwand, aufgeklärt werden.

HB WARSCHAU. Untersuchungen mit einem ferngesteuerten Unterwasserroboter hätten bestätigt, dass es sich um das Wrack dieses Schiffes handele, erklärte ein Marinesprecher am Donnerstag. Die „Graf Zeppelin“ kam nie zum Einsatz. Sollte sich der Fund bestätigen, könnte vielleicht das mysteriöse Schicksal des Schiffs geklärt werden, das zuletzt 1947 gesehen wurde und seitdem als verschollen galt.

Der polnische Ölkonzern Petrobaltic hatte das Schiffswrack Anfang Juli rund 60 Kilometer nördlich von Danzig entdeckt. Experten vermuteten, dass es sich um die „Graf Zeppelin“ handeln könnte, und zogen die Marine hinzu. „Wir sind uns zu 99 Prozent, ja sogar zu 99,9 Prozent sicher, dass die Details eindeutig auf die „Graf Zeppelin' hinweisen“, sagte Dariusz Beczek, der Kommandant des polnischen Erkundungsschiffs „ORP Arctowski“, nach der Rückkehr in den Hafen. Eine ganze Anzahl von charakteristischen Details entsprächen genau denen der „Graf Zeppelin“.

Das 260 Meter lange Schiff war der einzige Flugzeugträger, den Deutschland im Zweiten Weltkrieg besaß. Er lief am 8. Dezember 1938 vom Stapel, kam aber nie zum Einsatz, weil er nicht fertig gestellt wurde. Nach der Niederlage Deutschlands übernahm die Sowjetunion das Schiff. Es wurde aber seit 1947 nie wieder gesehen. Was aus ihm wurde, ist unbekannt. Der Sprecher der polnischen Marine, Bartosz Zajda, erklärte, das Schiff werde auf dem Meeresboden bleiben: „Es ist technisch unmöglich es zu heben."

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