Selbst Vatikankenner befremdet
Vatikansprecher: „Papst wollte Muslime nicht verletzen“

Nach der Kritik an Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zum Thema Islam und Gewalt auf seiner Bayernreise versucht der Vatikan nun die Wellen wieder zu glätten.

HB ROM/ISTANBUL. Benedikt habe in keiner Weise „die Absicht gehabt, die Gefühle der muslimischen Gläubigen zu verletzten“, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi nach der Rückkehr des Papstes am Donnerstagabend in Rom. Der Papst habe mit seinen Äußerungen in Regensburg zugleich die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Religionen betont.

Vor allem in der Türkei aber auch in Pakistan gab es Kritik an den Papstworten. Benedikt hatte einen christlichen Kaiser aus dem Mittelalter zitiert, der den Propheten Mohammed scharf kritisierte. Er zitierte Kaiser Manuel II. Palaeologos mit den Worten: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst Du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten....“.

Der Präsident des Religionsamtes in der Türkei, Ali Bardakoglu, nannte die Papstworte „einseitig, voreingenommen, feindselig und provozierend“. Benedikt solle sich entschuldigen. Auch italienische Vatikankenner hatten die Worte als befremdlich empfunden.

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