Serbien gewinnt Eurovision Song Contest
Roger Cicero nur unter ferner liefen

Serbien hat zum ersten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Mit der kraftvollen Ballade „Molitva“ (Gebet) kam die Sängerin Marija Serifovic am Samstagabend in Helsinki mit deutlichem Vorsprung auf den ersten Platz. Zweiter wurde die Ukraine mit dem skurrilen Ulksong „Dancing Lasha Tumbai“ des Travestiestars Verka Serduchka, gefolgt von Russland mit der Girlsband Serebro und ihrem „Song #1“. Der deutsche Swingsänger Roger Cicero landete mit „Frauen regier'n die Welt“ trotz starken Auftritts abgeschlagen auf dem 19. von 24 Plätzen.

HB HELSINKI. Der 36-Jährige zeigte sich in der Nacht zum Sonntag enttäuscht. „Dass es so extrem ausgeht, damit habe ich nicht gerechnet. Die Enttäuschung ist natürlich groß“, sagte Cicero in der ARD. Die deutschen Fans stehen aber offensichtlich weiter zu ihm: Es gab heftigen Beifall als Cicero auf der Leinwand erschien. Lachen konnte der in Hamburg lebende Sänger denn auch schon wieder - und sich aufs Feiern freuen: „Jetzt geht es auf zur After-Show-Party. Dann gucken wir uns das Getummel noch ein bisschen an.“ Im vergangenen Jahr war Deutschland mit der Country-Band Texas Lightning in Athen 15. geworden. Der bislang einzige Sieg mit Nicoles „Ein bißchen Frieden“ liegt 25 Jahre zurück.

Von den Nachbarländern Österreich und Schweiz bekam Deutschland jeweils sieben Punkte, von den Niederlanden sechs. Die ebenfalls als größte Mitgliedsländer der Europäischen Rundfunkunion fürs Finale gesetzten Spanien, Frankreich und Großbritannien schnitten indes noch schlechter ab. Die Schweiz war mit DJ Bobo bereits im Halbfinale ausgeschieden, ebenso Österreich mit Eric Papilaya. Auch in der Endrunde am Samstagabend schnitten wieder die osteuropäischen Länder am besten ab und belegten acht der zehn vorderen Plätzen. Nur die Türkei auf dem vierten und Griechenland auf dem siebten Platz gelangten ebenfalls unter die Top Ten, die somit 2008 in Belgrad ohne Zwischenrunde fürs Finale qualifiziert sind.

Serbien errang bei seiner ersten eigenständigen Grand-Prix-Teilnahme nach der Abtrennung Montenegros auch gleich den ersten Sieg. Marija Serifovic erhielt aber für ihr leicht schwermütiges Lied nicht nur aus den osteuropäischen und Balkan-Staaten hohe Punktwertungen, sondern auch aus vielen anderen Ländern. Die 22-Jährige, die zusammen mit ihren fünf Background-Sängerinnen im schwarzen Hosenanzug auftrat und auf ausgefallene Showeinlagen verzichtete, lag am Ende mit 268 Punkten deutlich vorn.

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