Serie: Gesichter Chinas
Wer plante, recherchierte, schrieb, fotografierte und gestaltete

Acht Köpfe haben ganz wesentlich an der Entstehung der e aufwändigen 14-teiligen Handelsblatt-Serie „Gesichter Chinas“ mitgearbeitet. Eine Kurzvorstellung der Protagonisten.

Andreas Hoffbauer, 48, ist China-Korrespondent des Handelsblatts. Er liebt chinesisches Essen und die breiten Radwege in Peking. Der Diplom-Ökonom hat deshalb erstmals in seinem Berufsleben kein Auto, sondern radelt jeden Morgen mit Chinas werktätigen Massen zur Arbeit. Zuvor berichtete Hoffbauer fünf Jahre aus London. Auch in China stürzt er sich gern in andere Welten wie die der Musik. Ab und zu greift er dann zur Bassgitarre. Auch in Peking hat er schon einmal „live“ mit einer Band auf der Bühne abgerockt.

Ruth Kirchner, 44, findet, dass es derzeit für Journalisten keinen spannenderen Standort als China gibt. Die Umbrüche im Land, China auf dem Weg zu den Olympischen Spielen – das sind echte journalistische Herausforderungen. Dabei war der Umzug nach Peking nicht ganz freiwillig, denn Kirchner liebt ihre Wahlheimat London. Dort hat sie beim britischen Rundfunksender BBC gearbeitet. Seitdem es ihren Mann Anfang 2005 beruflich nach Peking verschlug, arbeitet Kirchner als freie Journalistin fürs Radio und für Zeitungen.

Finn Mayer-Kuckuk, 33, ist Japan-Korrespondent des Handelsblatts. Bevor er zum Handelsblatt kam, studierte er Japanologie und Sinologie. Sein Schwerpunkt im Studium war die Geistesgeschichte Ostasiens. Für die Serie „Gesichter Chinas“ kehrte er nach einigen Jahren Abstinenz wieder nach China zurück – und wunderte sich abermals, wie schnell sich das Land verändert: „In Peking suchte ich ein nettes Stadtviertel auf, das ich von früher kannte. Es war weg. Da ist jetzt eine einzige riesige Baustelle.“

Als Astrid Oldekop, 43, vor 23 Jahren zum ersten Mal nach China kam, trippelten alte Frauen auf verstümmelten Füßen. Die Menschen fuhren Rad, träumten von einem Kühlschrank und schwärmten vom deutschen Fußballer „Lu-mei-ni-ge“. Seitdem bereiste sie 15-mal das riesige Reich, studierte an der Volksuniversität in Peking und verbrachte insgesamt zwei Jahre im Land, denn Chinas faszinierende Dynamik ließ sie nicht mehr los. 1995 arbeitete sie als erste westliche Journalistin in der Redaktion von „China Daily“.

Katharina Slodczyk, 35, arbeitet beim Handelsblatt als Reporterin. Sie hat VWL studiert und die Kölner Journalistenschule besucht. Ihren Urlaub verbringt sie gerne radelnd. Das wollte sie auch in China ausprobieren. Sie hat sich in Peking aber doch nicht aufs Rad gesetzt: „Das ist pures Chaos auf den Straßen.“ Für die Serie hatte sie auch einen Termin in einem abgelegenen Dorf, wo die Armut nicht zu übersehen war: „China hat viele Gesichter, man kann die Erste und die Dritte Welt finden, Kommunismus und Kapitalismus, Armut und Völlerei.“

Der Fotograf Qilai Shen wurde in Schanghai geboren. Seine Familie wanderte jedoch in die USA aus, als er zwölf Jahre alt war. 1998 kehrte er nach China zurück, um seine Familie zu besuchen – und blieb. Zunächst fotografierte er für Lokalzeitungen in Schanghai. Mittlerweile sind seine Bilder in Publikationen wie „Time“, „Newsweek“ und „New York Times“ erschienen. Rund um Qilai Shens Porträtfotos hat der in Irland geborene Handelsblatt-Art-Director Brian O'Connor die Serie „Gesichter Chinas“ optisch gestaltet.

Vom Maler Zhang Yeyun, 52, stammen die Kalligrafien für die Serie. Zhang stammt aus dem Künstlerdorf Anji in der Provinz Zhejiang und ist mit zahlreichen bekannten Malern verwandt. Er studierte Kunst und begann, selbst zu malen. Die Kulturrevolution setzt seiner Karriere zunächst ein Ende. Maos „Kulturpolizei“ sind Zhangs Bilder zu düster. Er wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt mit anschließender Zwangsarbeit. Erst 1978, nach acht Jahren, wird er entlassen. Heute lebt und arbeitet Zhang Yeyun in Düsseldorf.

Fotos: Handelsblatt (4), Qilai Shen/sinopix (2)

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