Sexuelle Belästigungen
Trump-Opfer will nicht schweigen

Auch wenn er jetzt zum US-Präsidenten gewählt wurde: Eine frühere Teilnehmerin von Donald Trumps TV-Show will sich dennoch weiter wegen sexueller Belästigungen zur Wehr setzen. Sie sei keine Lügnerin, so Summer Zervos.

Los AngelesEine Frau, die im Oktober Sex-Vorwürfe gegen den damaligen Kandidaten und inzwischen zum US-Präsidenten gewählten Donald Trump erhoben hatte, will nach eigenen Worten weiter «die Wahrheit» ans Licht bringen und sich nicht einschüchtern lassen. Dies sagte Summer Zervos, eine frühere Teilnehmerin an Trumps Fernsehshow «The Apprentice», am Freitag an der Seite ihrer Anwältin Gloria Allred in Los Angeles.

Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte Zervos: «Auch wenn es schwer und schmerzhaft ist, gegen den mächtigsten Mann der Welt anzugehen, so werde ich weiterhin die Wahrheit sagen und mich nicht zum Schweigen bringen lassen.»

Sie forderte Trump auf, er möge seine früheren Bemerkungen, dass sie und andere Frauen «Lügnerinnen» seien, zurücknehmen. Zahlreiche Frauen hatten in den Wochen vor der Präsidentschaftswahl Vorwürfe erhoben, sie seien von Trump sexuell belästigt worden.

Zervos erklärte zuvor, er habe sie mit sexuellen Absichten in einen Bungalow gelockt - sie habe ihn nur mit Mühe von sich fernhalten können, er habe sie gegen ihren Willen auf den Mund geküsst. Der Republikaner bestreitet dies vehement. Die Vorwürfe der Frauen seien Lügen, betonte Trump wiederholt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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