Sicherheitsbedenken gegen Wolkenkratzer am Ground Zero
Freiheitsturm-Bauherr gibt auf

Überraschend hat der Bauherr des 541 Meter hohen Freedom Tower am Ground Zero in New York aufgegeben.

HB NEW YORK. Kevin Rampe, Präsident der mit dem Wiederaufbau des World Trade Center beauftragten Lower Manhattan Development Corporation, reichte nach einem Bericht der „New York Times“ vom Dienstag seine Kündigung ein. Einen Grund gab Rampe (38) nicht an.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass sich der Bau des dann welthöchsten Wolkenkratzers um bis zu ein Jahr bis 2010 verzögern könnte, nachdem New Yorks Polizei Sicherheitsbedenken angemeldet hat. Die von der Polizei geforderten Änderungen am Bauplan der Architekten Daniel Libeskind und David Childs würden außerdem hunderte Mill. Dollar mehr an Baukosten verschlingen.

Der Freiheitsturm soll an der Stelle der einst 411 Meter hohen Zwillingstürme des World Trade Centers (WTC) in den Himmel ragen, die am 11. September 2001 von Terroristen durch Angriffe mit entführten Passagierflugzeugen zerstört wurden.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg verteidigte die Sicherheitsbedenken der Polizei in einem Interview der „New York Daily News“. Jedes Gebäude, das einmal vom Ground Zero aufragen werde, sei „eine potenzielle Zielscheibe“ für Terroristen, sagte Bloomberg. Er gedulde sich lieber, als später bedauern zu müssen, dass er als Bürgermeister die Weichen für eine weitere Katastrophe gestellt habe. Die WTC-Attentate hatten 2749 Menschen getötet.

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