Sicherheitsmängel
Startverbot für Putins Präsidentenjet

Wegen Sicherheitsmängeln haben die russischen Behörden ein Startverbot für den Flugzeugtyp Iljuschin Il-96-300 erlassen. Eine Maschine dieser Bauart ist das offizielle Flugzeug von Präsident Wladimir Putin.

HB MOSKAU. Die Zivilluftfahrtbehörde teilte am Montag mit, in den vergangenen Wochen hätten an den vierstrahligen Langstreckenjets mehrfach die Bremsen versagt. Der Hersteller Iljuschin sei von Fluggesellschaften auf die Schwachstelle an der Bremsanlage hingewiesen worden, habe aber nicht reagiert. In einem Fall sei der Einbau eines Ersatzteils mit gefälschter Dokumentation nachgewiesen worden.

Bei der Rückkehr von einem Arbeitsbesuch in Finnland am 2. August hatte Putin kurz vor dem Start seine Präsidentenmaschine Il-96-300 verlassen müssen, weil es ein technisches Problem gab. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Der Präsident flog mit seinem Ersatzflugzeug Iljuschin-62 zurück nach Moskau. Derzeit sind 13 Maschinen vom Typ Il-96-300 im Dienst.

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot, die sechs Maschinen unterhält, annullierte wegen der Entscheidung des Ministeriums einige Langstreckenflüge in die USA, nach Kanada, Vietnam, China und nach Südkorea. "Die Situation für uns ist kritisch", sagte der stellvertretende Aeroflot-Generaldirektor Lew Koschljakow. Die Fluggesellschaft erklärte, zu Boeing und Airbus zu wechseln sowie auf andere Iljuschin-Maschinen zurückzugreifen. Die Flugzeuge vom Typ 96-300 könnten hoffentlich nach Reparaturen wieder in Betrieb genommen werden.

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