Sicherungsposten war am Platz
Nürnberg: U-Bahn überfährt drei Bauarbeiter

Bei einem schweren U-Bahn-Unglück in Nürnberg sind am frühen Mittwochmorgen drei Bauarbeiter getötet worden. Die Männer wurden nach Polizeiangaben gegen 1.00 Uhr nahe der Haltestelle Langwasser-Nord im Süden der Stadt von einem U-Bahn-Zug erfasst.

HB/dpa NÜRNBERG. Die Strecke der Linie 1 konnte erst um 5.45 Uhr - eine Dreiviertelstunde nach Betriebsbeginn - wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Unfallursache war zunächst unklar.

„Die Arbeiter befanden sich auf einem Streckenabschnitt, auf dem nicht gebaut wurde“, sagte der Technische Vorstand der Verkehrs- Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG), Rainer Müller, der dpa. „Wir müssen noch klären, wie sie dorthin kamen. Die Baustelle befindet sich auf dem gegenüberliegenden Gleis.“ Insgesamt seien zum Zeitpunkt des Unglücks acht Mitarbeiter einer Fremdfirma vor Ort gewesen. Die Opfer sind nach Polizeiangaben 43 und 56 Jahre alt, das Alter des dritten Mannes konnte zunächst nicht ermittelt werden.

Die U-Bahn-Linie 1 verkehrt an der Unglücksstelle oberirdisch. Nach Angaben Müllers wurde an der Stelle das Schotterbett erneuert. „Wir arbeiten grundsätzlich nachts auf der Strecke“, sagte er. Ein so genannter Sicherungsposten warne die Mitarbeiter bei herannahenden Zügen. Dieser Posten sei auf dem Platz gewesen. Er stand nach Polizeiangaben unter Schock und konnte zunächst nicht vernommen werden. Auch die Fahrerin der U-Bahn habe einen schweren Schock erlitten und habe zunächst nicht befragt werden können, sagte ein Polizeisprecher.

Der Unglückszug war Müller zufolge der letzte, der die Strecke der U 1 in der Nacht zu Mittwoch befuhr. Er sei auf dem Weg ins Depot gewesen und habe noch sechs Haltestellen vor sich gehabt. Nach Angaben des Polizeisprechers waren rund 70 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie Sanitäter und Notfallseelsorger am Unglücksort.

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