Sieben neue internationale Standorte in diesem Jahr
Hooters hat Hunger auf die Welt

Die US-Restaurantkette beschäftigt 15 000 knapp bekleidete Frauen. Jetzt wurde das erste Lokal in China eröffnet. Und auch Deutschland ist bald dran.

HB FRANKFURT. In einem Hooters-Restaurant ist das Essen eher zweitrangig. Zumindest für die meisten Gäste. Sie lieben viel mehr den ungewöhnlichen Service der Lokale. Immerhin werden Burger und Coke fast ausschließlich von Frauen serviert, den Hooters Girls. Von denen gibt es inzwischen 15 000 – und alle haben sie eines gemeinsam: die knappe Dienstbekleidung. Ihre Uniform besteht aus orangefarbenen Shorts und weißen Tanktops. Das ist alles.

Was 1983 mit einem Jux sechs befreundeter Männer und dem ersten Hooters Restaurant in Florida begann, ist inzwischen zu einem riesigen Unternehmen herangewachsen. Hooters zählt nach eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden Ketten in der Branche. Inzwischen gibt es über 400 Restaurants in 15 Ländern, darunter auch in der Schweiz. Und der Hunger der Amerikaner ist weiter groß. Noch für dieses Jahr hat die Kette einen ersten Ableger in Deutschland angekündigt. In China ist Hooters bereits am vergangenen Wochenende eingefallen. In Shanghai eröffnete das erste Restaurant. „Es ist toll, zu sehen, wie sich unser Konzept auf der ganzen Welt verbreitet“, sagt Hooters’ Vize-Präsident John Weber. „In diesem Jahr rechnen wir mit insgesamt sieben neuen internationalen Standorten.“

Sammelklage gegen Diskriminierung

Der große Erfolg mit den Restaurants macht mutig. Längst haben die Hooters-Manager die Marke auf andere Branchen ausgedehnt. So schickten sie im vergangenen Jahr ihre Girls erstmals in die Luft – an Bord der neu gegründeten Hooters Air. Seit Juli gibt es die Marke außerdem als Kartoffelchips. In den Geschmacksrichtungen Hühnchen und Hühnchen-Gurke.

Weshalb es mit Hooters so gut läuft, daraus macht das Unternehmen kein Geheimnis. „Die fast weltberühmten Hooters Girls bilden die Stützpfeiler“, heißt es in einer Erklärung der Kette. Für Männer-Rechtler in Amerika ist das ein gefundenes Fressen. Vor gut zehn Jahren nahm sogar die US-Gleichstellungsbehörde Ermittlungen auf. Hooters diskriminiere Männer bei der Einstellung, hieß es. Mehr als 100 Hooters Girls protestierten daraufhin in Washington, rund 500 000 Kunden schickten Protest-Karten an den Congress. Insgesamt 23 Volksvertreter nahmen den Ball auf und bewegten die Bundesbehörde, die Anschuldigungen fallen zu lassen.

Einige wollten sich damit nicht zufrieden geben, sie reichten eine Sammelklage gegen Hooters ein. Es kam zu einem Vergleich. Er erlaubt dem Unternehmen nun weiterhin, ausschließlich Frauen als Bedienung anzustellen. Gut für die deutschen Männer, die sich nun ebenfalls bald ihr Essen von Hooters Girls in Shorts und Tanktops servieren lassen können.

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