Sieben Tote und 40 Verletzte
Explosion zerstört schottische Fabrik

Bei einer heftigen Explosion in einer Plastikfabrik im schottischen Glasgow sind am Dienstag nach Polizei-Angaben sieben Menschen getötet und 40 verletzt worden. Die Ursache für die Explosion blieb zunächst unklar.

HB LONDON/GLASGOW. Fünf Menschen waren noch in den Trümmern eingeschlossen, sechs Verschüttete konnten aus dem völlig zerstörten Gebäude gerettet werden. In dem vierstöckigen Fabrik- und Bürogebäude eines Plastik- Unternhemens waren etwa 100 Menschen beschäftigt. Viele der Mitarbeiter konnten sich auf die Straße retten. Augenzeugen berichteten, es sehe aus „wie nach einem Erdbeben.“

Nach Angaben von Feuerwehrchef Brian Sweeney verständigten sich die Rettungsmannschaften bei den „äußerst schwierigen“ Bergungsarbeiten zum Teil durch Zurufe oder über Mobiltelefone mit den Verschütteten. Da sich das Dach „wie ein Wigwam“ über die Trümmer gelegt habe, gebe es Hohlräume, in denen ein Überleben möglich sei, sagte Sweeney. Er verglich die „vorsichtigen Rettungsaktionen“, bei denen Spezialkameras und Peilgeräte eingesetzt wurden, mit den Rettungsarbeiten nach einem Erdbeben. Trotz der Bemühungen der Feuerwehr starben nach neuesten Angaben mindestens sieben Menschen bei dem Brand. Über 40 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Viele der Leichtverletzten wurden an Ort und Stelle behandelt. Die anderen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Da bei dem Brand Hohlräume entstanden sind, in denen noch Menschen überlebt haben könnten, wird die Suche nach Verschütteten fortgesetzt. Sweeney erklärte:"Solange wir annehmen, dass sich noch Menschen unter den Trümmern befinden, suchen wir weiter.“

Die Polizei vermutet, dass ein Gasofen in der Plastikfabrik im Westen von Glasgow explodierte. Die Rettungsmannschaften versuchten am Abend, das eingestürzte Dach mit Pfeilern abzustützen. Sie arbeiteten dabei „im Wettlauf mit der Zeit“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

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