Siena
Pferderennen kein „Kulturerbe Italiens“

Die Stadtverwaltung von Siena ist empört: Laut Beschluss des Tourismusministeriums ist das traditionelle Pferderennen von Siena nicht Teil des "Kulturerbe Italiens". Ein Besuchermagnet bleibt es aber weiterhin.
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RomDem traditionellen Pferderennen von Siena ist zum Ärger der Stadtverwaltung die Auszeichnung als „Kulturerbe Italiens“ verweigert worden. Das Palio von Siena habe ebenso wie alle anderen Feste mit Tieren die neue Auszeichnung nicht erhalten, sagte die Tourismusministerin Michela Brambilla. Die Mehrheit der Italiener lehne es ab, dass „Tiere zur Unterhaltung sterben“. Nach Angaben der Tierschutzorganisation LAV starben bei dem Rennen, bei dem es erlaubt ist, das eigene Pferd ebenso wie die anderen Pferde und ihre Reiter zu schlagen, seit 1970 insgesamt 49 Tiere.

Die Stadtverwaltung von Siena zeigte sich aber empört über die Entscheidung. Das Fest ziehe täglich 30.000 bis 40.000 Besucher an, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Massimo Gorelli, der Nachrichtenagentur AFP. Dabei sei die Auszeichnung für herausragende Feste gedacht, die „zum Ansehen Italiens beitragen und bedeutende Touristenströme anziehen“. Der Bürgermeister von Foligno, Nando Mismetti, nannte es „unglaublich“, dass auch dem traditionellen Reiterspiel der Stadt die Auszeichnung als „Kulturerbe Italiens“ verweigert wurde, um die sich landesweit 400 Dorf- und Stadtfeste beworben hatten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • so viel ich weiß, wird der Heidepark in Soltau auch von fast 1,5 Mio Menschen besucht.

    wird der Heidepark nun als WELTKULTURERBE aufgenommen?

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