Situation sehr gefährlich
Erdbeben-See in China steigt weiter an

Die Wassermassen des Erdbeben-Stausees im Südwesten Chinas bedrohten am Sonntag weiterhin mehrere hunderttausend Menschen.

dpa PEKING. In den See fließe fünfmal so viel Wasser hinein, wie durch den Notkanal abgelassen werde, den Soldaten in den vergangenen Wochen gebaut hatten, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Bei dem Erdbeben vor vier Wochen hatte sich nach einem Bergrutsch in einen Fluss der Stausee gebildet. Der brüchige Damm gefährdet nach Angaben von Militärs der Provinz Sichuan weiterhin Hunderttausende unterhalb des Sees lebende Anwohner. Aus Angst vor einer Flutwelle waren bereits rund 250 000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Mehr als eine Million Bewohner seien darauf vorbereitet, ihre Wohnorte zu verlassen, falls der Damm breche.

Es werde noch einige Tage dauern, bis die Gefahr völlig gebannt sei, sagte laut Xinhua General Ge Zhenfeng, der für das Militär die Arbeiten an dem Stausee in Tangjiashan überwacht. Auch Wasserminister Chen Lei schätzte die Situation weiter als gefährlich ein. Nachbeben und Erdrutsche könnten den Damm zerstören, vor allem die Rettungskräfte in der Region seien gefährdet. Sie versuchten am Sonntag, den Kanal weiter auszubauen und einen zweiten Abfluss zu graben.

Die Zahl der Toten durch das Erdbeben der Stärke acht ist bis Sonntag auf offiziell 69 136 gestiegen, 17 686 Menschen gelten als vermisst.

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