Sizilien
Der Ätna spuckt Feuer

Der Ätna auf Sizilien, Europas größter und aktivster Vulkan, spuckt wieder Feuer und Asche. Aus zwei neuen Kratern in etwa 2900 Meter Höhe wurde eine kleinere Lavafontäne in den Himmel geschleudert. Auch in Ecuador und auf den Philippinen sind Vulkane aktiv.

HB CANTINA/QUITO. Der Ätna demonstrierte seine Kraft: „Trotzdem herrscht eine ziemlich ruhige Lage“, sagte Sandro Bonaccorso, Direktor des Instituts für Geophysik und Vulkanologie in Catania. „Die Situation ähnelt den kleineren Ausbrüchen wie vor zwei Jahren.“ Der Lavastrom ergieße sich nicht in Richtung besiedelter Gebiete. Man werde die Entwicklung aber einige Tage genau im Auge behalten müssen.

Alle paar Jahren kommt es zu spektakulären Ausbrüchen: Touristen aus aller Welt bewundern dann den mitunter mehrere hundert Meter hohen Feuerschweif, den der Vulkan in den nächtlichen Himmel spuckt. Im Jahr 2002 mussten mehrere Dörfer im Ätnamassiv evakuiert werden. 1979 kamen neun Urlauber ums Leben, als einer der oberen Krater explodierte. Einer der schlimmsten Ausbrüche ereignete sich 1669: Lavaströme erreichten die Stadt Catania, tausende Menschen starben.

Auch in anderen Erdteilen meldeten Geologen am Wochenende erhähte Vulkanaktivitäten: Im Osten der Philippinen spuckte der Vulkan Mayon Lava. Das Institut für Vulkanologie hatte in der Nacht eine leichte Zunahme der Aktivitäten festgestellt. Die Behörden forderten die rund 50 000 Bewohner in der umliegenden Region auf, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten.

In Ecuador ist der 5016 Meter hohe Vulkan Tungurahua wieder aktiv geworden, der Feuerberg rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Quito stieß Asche und Gase aus. Mindestens 30 Dörfer seien betroffen. Als der Vulkan 1999 aktiv war, wurden etwa 20 000 Menschen aus der Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Im Januar 2002 war der Tungurahua erneut ausgebrochen, aus dem Krater stieg eine 1,5 Kilometer hohe Rauchwolke auf.

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