Skandal an Berliner Charité
Baby-Leiche verschwunden

Ein Frühchen, das an einem Darmkeim gestorben ist, ist aus der Berliner Charité verschwunden. Indes wurde ein Chefarzt mit Schlägen und Tritten attackiert. Die Angreifer werfen dem Arzt Behandlungsfehler vor.
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Berlin Die Leiche des an einem Darmkeim gestorbenen Frühchens ist nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft derzeit nicht auffindbar. Auf die Frage nach dem Obduktionsergebnis antwortete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch: „Die Leiche ist nicht da.“

Weitere Angaben dazu wollte er zunächst nicht machen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte zu Wochenbeginn die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Das Frühgeborene war am 5. Oktober nach der Infektion mit einem sogenannten Serratia-Keim gestorben.

Das mit einem Herzfehler geborene Kind war am Deutschen Herzzentrum erfolgreich operiert worden. Danach war jedoch die Darmkeim-Infektion, die es sich vermutlich auf einer Frühgeborenen-Station der Uniklinik Charité zugezogen hatte, aufgeflammt. Die Todesursache sollte durch eine Obduktion geklärt werden.

Ein Klinikdirektor der Charité ist indes in seinem Büro überfallen und schwer verletzt worden. Die beiden geflüchteten Angreifer sollen dem Professor Fehler bei der Behandlung einer Frau vorgeworfen haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Schläger waren noch nicht gefasst. Die Ermittler schlossen einen Zusammenhang mit den kranken Babys in der Charité aus, die mit Darmkeimen infiziert sind.

„Das ist ein ungewöhnlicher Fall. Die Ermittlungen laufen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Der 44-jährige Leiter der Gynäkologie am Virchow-Klinikum im Wedding, das zur Charité gehört, war am Dienstagnachmittag von zwei Männern mit Stöcken in seinem Büro angegriffen worden.

Sie attackierten den Professor mit Stockschlägen und Tritten. Ein Kollege, der helfend einschritt, wurde ebenfalls angegriffen. Der 44-Jährige erlitt einen Rippenbruch, Prellungen und Schürfwunden. Er wurde stationär behandelt. Am Mittwoch war das Büro des Klinikchefs verschlossen. Ob sich Täter und Opfer kannten, sei noch unklar, hieß es bei der Polizei.

Die Charité sprach von einem „ungeheuerlichen Vorfall“. Der Arzt sei auf dem Weg der Besserung. „Wir wünschen ihm alle eine baldige Genesung.“ Eine Verbindung zu den derzeitigen Infektionen auf zwei Charité-Stationen, in denen Frühchen und Neugeborene mit schweren Erkrankungen behandelt werden, sei spekulativ, hieß es in der Charité-Mitteilung. Der Arzt sei nicht in diesem Bereich tätig.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was hat das Kind gekostet? Ich freue mich auf den Moment der DNA-Test Wahrheit zu dem die den § 1626a BGB verhindernden Nahles und Schröder feststellen daß ihre Plagen nicht die ihrigen sind.

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