Skandal auf der Insel
Britischer Abgeordneter auf Nazi-Kostümparty

Spätestens seit der peinlichen Affäre um den verkleideten Prinz Harry sollte den Briten klar sein, dass ein Nazi-Kostüm nicht unbedingt schicklich für Personen des öffentliches Lebens ist. Eigentlich.
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LondonWegen seiner Teilnahme an einem Junggesellenabschied mit Nazi-Kostümen hat der konservative Abgeordnete Aidan Burley seinen Job als parlamentarischer Privatsekretär des Verkehrsministers verloren. Burley „hat sich in einer Art und Weise verhalten, die beleidigend und dumm ist“, teilte die Partei am Sonntag mit.

Premierminister David Cameron habe bezüglich des Verhaltens des Abgeordneten eine Untersuchung angeordnet, hieß es weiter. In der vergangenen Woche hatte eine Zeitung ein Foto veröffentlicht, dass Burley mit einem Mann in SS-Uniform bei einer Feier zeigte.

Burley sagte, er bedauere den Vorfall zutiefst, bei dem Gäste auf das sogenannte Dritte Reich angestoßen hatten. In einem Brief an die Tageszeitung „Jewish Chronicle“ bot er eine „vorbehaltlose, uneingeschränkte Entschuldigung“ an und schrieb, er habe die falsche Wahl getroffen, als er die Party nicht verlassen habe.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Briten gehen, wie fast alle Europäer, nicht so verkrampft mit der Vergangenheit um. Es besteht auch kein Grund dazu.

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