Skifahrer immer noch zu leichtsinnig
Lawinen fordern mindestens acht Opfer

Bei zahlreichen Lawinenunglücken in den Alpen sind am Wochenende mindestens acht Menschen getötet und mehrere Menschen verletzt worden. Unter den Opfern war auch ein 48- jähriger Mann aus Bayern. In allen Fällen hatten die Opfer die zahlreichen Lawinenwarnungen der Meteorologen und Warndienste ignoriert und die gesicherten Pisten verlassen.

HB SALZBURG/CHAMBERY/GENF. Nach Angaben der österreichischen Bergrettung war es das lawinenreichste Wochenende der laufenden Skisaison. Allein in Tirol wurden Hunderte Lawinenabgänge gemeldet. In Österreich wurden seit Winterbeginn mindestens 34 Menschen von Lawinen getötet.

Die schwersten Unglücke ereigneten sich in den französischen Alpen, wo fünf Menschen starben. Zwei Skilangläufer wurden am Sonntag im Tabor-Massiv in etwa 3000 Meter Höhe von einer Lawine erfasst und getötet. In Savoyen waren bereits am Freitag drei Ski-Wanderer in etwa 1500 Meter Höhe von einer Lawine verschüttet worden. Sie waren mit einer insgesamt elfköpfigen Gruppe unterwegs, allesamt erfahrene Bergwanderer, die die Region gut kannten.

Im österreichischen Saalbach (Salzburg) starb am Sonntagnachmittag ein Skifahrer aus Straubing (Bayern) in den Schneemassen einer gewaltigen Lawine, die er bei einem Ausflug mit seinen zwei Kindern ausgelöst hatte. Nach Angaben der Polizei waren der 48-jährige Deutsche und seine Kinder auf einer Skitour in ungesichertem Gelände am Westgipfel des Schattenbergs, als sie ein riesiges Schneebrett lostraten. Der Mann und eines seiner Kinder wurden von dem rund 200 Meter breiten Schneebrett mitgerissen und verschüttet. Für den Vater kam jede Hilfe zu spät, die Kinder wurden nahezu unverletzt geborgen.

In Vorarlberg starb am Samstag am Gapfohler Falben im Gemeindegebiet Laterns ein 66-jähriger Österreicher, der in ein von ihm selbst ausgelöstes Schneebrett geriet, etwa 300 Meter von den Schneemassen mitgerissen und von der Lawine begraben wurde.

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