So klingt der Sommer
Beach Boys auf 40-Jahre-Jubiläumstour

Schon 40 Jahre ist es her, dass die Beach Boys mit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Surfer Girl“ ihre erfolgreiche Karriere starteten. Jetzt ist die legendäre Surf-Band in Deutschland bei einer Jubiläumstour noch einmal mit ihren größten Hits zu sehen. Mit Hits wie „Surfin USA“ oder „Help Me Rhonda“ erinnerte sie an die großen Erfolge der 60er Jahre.

HB/dpa BONN. Noch immer singen die Strandjungs gut gelaunt von Wellenreiten, schnellen Autos und schönen Mädchen. In Hawaii-Hemden und hellen Hosen präsentierten sie am Donnerstagabend ihren sommerlichen Surfsound. Von den echten Beach Boys sind allerdings nur Mike Love und Bruce Johnston übrig geblieben. Die Jubiläumstour hätte die Band schon vor zwei Jahren starten können. Denn bereits 1961 gründete Brian Wilson mit seinen Brüdern Dennis und Carl sowie Cousin Mike Love und Schulfreund Al Jardine die Beach Boys. 1965 stieß Sänger und Bassist Bruce Johnston hinzu.

Mit Hits wie „California Girls“ oder „Good Vibrations“ stürmten sie weltweit die Hitparaden, ihre fröhlichen Surfsongs mit mehrstimmigem Gesang schrieben Musikgeschichte. Das Ende der Beach Boys schien gekommen zu sein, als 1996 Sänger und Gitarrist Carl Wilson an Lungenkrebs starb. Bereits 1983 war sein Bruder Dennis Wilson beim Schwimmen im Pazifik ertrunken. Al Jardine gründete eine eigene Band, Brian Wilson startete eine Solo-Karriere. Doch Mike Love und Bruce Johnston blieben zusammen und treten bis heute mit sechs weiteren Musikern unter dem Namen Beach Boys auf.

Ihre Jubiläumsshow in Bonn lebt vor allem von den vielen Hits, die die kalifornischen „Sunny Boys“ in den 60er Jahren zu einer der bekanntesten Bands der Welt machten. Fast jeden Song des knapp eineinhalbstündigen Konzerts kann man mitpfeifen. Einige Fans tanzen mit ihrem Partner zu den Gute-Laune-Hits, andere wippen nur mit dem Fuß und klatschen im Takt.

Auf der Bühne hingegen ist kaum Bewegung. Müde und ausgelaugt wirken der 59-jährige Bruce Johnston und der 63-jährige Mike Love. Routiniert spielt die achtköpfige Band ihr Programm herunter. Die Energie ihrer Surfsongs scheint ein wenig verebbt zu sein.

An der Feierlaune der Fans ändert dies jedoch nichts. Im nur zur Hälfte gefüllten Museumshof singen sie begeistert mit, als mit „Fun, Fun, Fun“ in der Zugabe der letzte Song des Abends erklingt. Mit lautstarkem Applaus bedanken sich die Zuhörer für den sommerlichen Ausflug in die Vergangenheit. Zu sehen sind die Beach Boys noch in Freiburg (12.07.), München (13.07.), Stuttgart (15.07.), Berlin (16.07.) und Hamburg (17.07.).

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